Online: 26.05.2017 - ePaper: 27.05.2017

Früher Weidezaun, jetzt Schutzzaun

Betrifft: "Wolfssicher und beispielgebend" (EJZ vom 17. Mai)

Wir haben unlängst einen Hektar Rinderweide mit Festzäunen gebaut. Die Zäune wie immer aus eigener Tasche bezahlt. Aber die Arbeitszeit ist der größte Teil. Und wenn ich mir dann noch Maschinen ausleihen würde ... unbezahlbar. Man nimmt mal wieder ein Projekt als Beispiel, was sich der kleine Mann nie leisten könnte. Haben Sie als Redakteure mal nach der Gesamtsumme gefragt? Nicht der Zaun - wenn er denn mal gefördert wird - ist das teuerste Vergnügen, sondern der Rest. Augenwischerei und bestes Beispiel von Blenderei für die Möchtegernschützer, die solche Aktionen beklatschen und dabei weder von 12 bis Mittag denken können, noch an die Dinge, die da in Zukunft folgen werden. Interessant ist allerdings dabei, wie langsam, aber stetig das Wort Weidezaun (gegen Ausbruch) immer seltener gebraucht wird und an dessen Stelle der Schutzzaun (gegen Eindringen) im Sprachgebrauch erscheint. Und noch etwas möchte ich los werden.

Unsere letzten Schafe wurden ebenfalls hinter Wildzaun (1,40 Meter - übrigens empfiehlt das Wolfsbüro Rietschen diese Höhe) mit Untergrabungsschutz und Flatterband gerissen.

↔Carola Tuschmo, Neschwitz

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