Online: 13.07.2017 - ePaper: 14.07.2017

Trump akzeptieren wie er ist

Betrifft: Antiamerikanismus

Nicht erst seit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA zeigt sich in Deutschland ein Hang zum Antiamerikanismus. Verwandte in den USA empfanden in deutschen Medien und bei Politikern links von der Mitte zunehmend einen Hang zum Antiamerikanismus. Offen ausgebrochen ist dieser aber erst nach der Wahl Trumps. Wes Geistes Kinder sind diese Leute? Sie trauern scheinbar dem Zusammenbruch des sozialistischen Lagers nach und glauben allen Ernstes heute, dass die Wiedervereinigung Deutschlands eine Folge der Montagsdemonstrationen war und nichts mit der Haltung und dem Rüstungsaufwand der USA zu tun hatte. Nur so lässt sich erklären, dass die besonderen Beziehungen, auch angesichts des Todes Helmut Kohls, zu George Bush und seiner Frau Barbara heute verschwiegen werden. Dieses Verschweigen ist ein Grundpfeiler des modernen Antiamerikanismus. Eine Folge - hoffentlich nicht katastrophal - ist auch, dass Trump sich gezwungen sieht, aus wirtschaftlichen Gründen Waffen nach Saudi Arabien zu verkaufen, die vertraglich eigentlich für die versprochene Nachrüstung an die Europäischen NATO-Verbündeten zu liefern wären. Für einen Kaufmann wie Trump ein Grund, mit der Kündigung der Pariser Umweltverträge zu antworten. Für sich allein kein Grund für eine Katastrophe, Hauptsache entscheidende Politiker in Europa behalten die Nerven. Und akzeptieren Trump wie er ist.

↔Hans-August Maatsch,

↔Gümse

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