Online: 21.07.2017 - ePaper: 22.07.2017

Seelischer Zustand spielt keine Rolle

Betrifft: Artikel "Aus für Lüchower Dialyse-Praxis" (EJZ vom 5. Juli)

Verwundert las ich den Artikel, in dem die, die es eigentlich betrifft, nur am Rande erwähnt werden. Der anscheinend allmächtige Herr H. von der Kassenärztlichen Vereinigung äußerte sich nur über das äußerst wichtige 30-km-Gesetz (wieso 30 km?). Außerdem lud er jovial Dr. Letterer ein, eine Dialyse in Lüchow zu eröffnen, was dieser wegen der hohen Investitionen nicht so dringend zu verwirklichen sah. Diese Neueröffnung kommt mir äußerst komisch vor, denn es existiert seit 18 Jahren eine sehr erfolgreich geführte Dialyse-Praxis, in der die versorgenden Schwestern und beide Doktores bei den Patienten sehr beliebt sind. Und diese soll nun wegen eines dummerhaftigen und sinnlosen Gesetzes beseitigt werden. Auch spielt ja wohl die Kostenfrage eine Rolle, zum Beispiel der Transport der Patienten. Weiterhin interessiert der seelische Zustand der Patienten. Leider spielt das bei Herrn H. von der Kassenärztlichen Vereinigung keine Rolle. Zum Schluss würde ich den weltfremden Richtern und dem Herr H. einmal ein paar Tage Dialyse empfehlen. Das würde sie alle zusammen von ihrem hohen Pferd herunterholen - leider ist ein solches Vorgehen nicht möglich.

↔Uwe Jens, Hitzacker

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