Online: 28.07.2017 - ePaper: 29.07.2017

Linke, Grüne, SPD tolerieren "alternative" Gewalt

Betrifft: Leserbrief "Militanter Widerstand scheint nötig zu sein" von Hansel Sauerteig (EJZ vom 25. Juli)

Militanter Widerstand scheint nötig zu sein, meint der Leserbriefschreiber Sauerteig aus Meuchefitz mit Blick auf den linken Straßenterror während des G20-Gipfels in Hamburg. Aha, brandschatzen, plündern, das Eigentum kleiner Leute zerstören, Mordversuche und lebensgefährliche Körperverletzung sind also gerechtfertigt, um in unserer Demokratie seine Meinung kundzutun. Da frage ich mich doch, worin sich solch linkes Dumpfbackengeschwafel von dem Rechtsradikaler unterscheidet. Der intellektuelle Hintergrund bestimmt nicht.

Zu derartigen Rechtfertigungen kommt, dass der Jurist der Roten Flora nichts daran findet, dass Kriminelle Stadtviertel in Schutt und Asche legen, nur, bitte nicht sein eigenes. Katja Kipping, Vorsitzende der Partei Die Linke, spricht von "marodierenden" Polizeihundertschaften, die durch Hamburg zogen. Beide ruderten zwar etwas zurück, aber entlarvender können Aussagen nicht sein. Bei Kipping zeigt die Äußerung meiner Meinung nach, dass sich zumindest ein Teil der SED-Erben entgegen aller Beteuerungen linken Gewaltverbrechern näher fühlt als unserem demokratischen Rechtsstaat.

Aber zurück zu diesem verqueren Leserbrief: Die demokratische Linke ist gefordert, solch gewaltfördernden Einstellungen entgegenzutreten und nicht, wie kürzlich in einem Beitrag Jens Feuerriegels hier in der EJZ festgestellt, wie bisher schweigend hinzunehmen. Da gibt es nicht nur bei der Linken und den Grünen großen Nachholbedarf, die jahrzehntelange Tolerierung "alternativer" Gewalt (Hamburg, Berlin?) ist auch der SPD nicht fremd. Aber die Bürger können erwarten, dass linker Terror genauso bekämpft wird wie rechter oder religiös begründeter. Dafür (wie unter SPD-Verantwortung) die Mittel zu kürzen heißt, linke Gewalt zu verharmlosen und fahrlässig zu fördern.

Dass der Leserbriefschreiber den Terror seiner Gesinnungskumpanen auch noch rechtfertigt zeigt nur, dass Täter und Befürworter des "militanten Widerstandes" (für mich: Kriminelle) Demokratie und Freiheit ablehnen. Grund dafür ist, dass sie nie eine Chance haben werden, mit ihrer menschenfeindlichen Ideologie politisch Bedeutung zu erlangen. Sie verlieren sich also in einer abs-trusen Gedankenwelt und bestreiten alles außer ihren Lebensunterhalt. Laut Studie sind es vielfach gescheiterte Existenzen, die die Schuld für ihr eigenes Versagen bei der Gesellschaft und ihren Mitmenschen suchen.

Doch damit kann ein Rechtsstaat leben. Aber wenn von dieser Eiterbeule am Hintern der Gesellschaft Gewalt ausgeht, muss unser Staat mit aller Härte reagieren: Totschläger, Plünderer und Brandstifter gehören hinter Schloss und Riegel, der eine oder andere dieser verwirrten Kriminellen wohl auch in eine geschlossene Anstalt.

↔Johann Fritsch,

↔Klein Witzeetze

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