Online: 08.08.2017 - ePaper: 09.08.2017

Respekt statt Drill

Betrifft: "Bundeswehr untersucht den Tod eines Soldaten" (EJZ vom 31. Juli)

Fassungslos lese ich den Bericht über den plötzlichen Tod eines Soldaten an einem warmen Sommertag. "Warmer Sommertag", das bedeutet allerdings ein Tag mit über 25 Grad im Schatten in der sandigen Heide, wo die Sonne erbarmungslos brennt und es kaum Schatten gibt. Die Eingewöhnungstour entpuppte sich wahrscheinlich auch noch durch eng geschnürte Stiefel, einschneidende Schulterriemen des Marschgepäcks zum Horrortrip!

Es ist ja noch nicht einmal einer Soldatin passiert, sondern einem Soldaten, den man zur Ausbildung für tauglich befunden hatte! Hoffentlich wird man nach diesem tragischen Unfall weniger das Pensum und den Drill als einen respektvollen und offenen Umgang mit den jungen Rekruten der Bundeswehr in den Mittelpunkt stellen.

Hannah Cordes, Lüchow

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