Online: 08.09.2017 - ePaper: 09.09.2017

Unkraut blüht und gedeiht

Betrifft: Pflege von Grün-anlagen in Hitzacker

Das ist für mich nicht nachvollziehbar: Ich war immer stolz auf "mein kleines Hitzacker". Aber jetzt kann ich nur den Kopf schütteln vor so viel Ignoranz. Der Spaziergang macht keinen Spaß mehr, denn egal, wo man geht oder mit dem Fahrrad fährt, das Unkraut blüht und gedeiht. Egal ob öffentlich oder privat.

Beispiele: In der Gegend um den Bahnhof, wo so mancher Tourist den ersten Einblick in unser Örtchen bekommen soll, wuchert das Unkraut meterhoch. Selbst der Bürgersteig ist nicht mehr erkennbar, geschweige denn begehbar. In der Bahnhofstraße sind die Hecken keine Hecken mehr, sondern nur noch Unkrautzüchter. Mehrmals im Jahr (seit Jahren) muss ich den Bauhof der Samtgemeinde Elbtalaue zum Schneiden auffordern, da verkehrsbedingt absolut keine Einsicht - aus der Kleberkoppel kommend - gegeben ist. Wenn keine Pflege gewährleistet ist, dann nehmt diese Hecken doch komplett weg. Der Fußweg vom Bahnhof zur BVS ist in einem katastrophalem Zustand. Wieso fehlen dort in Abständen die Platten? Und sind welche da, sind diese lose, wackelig, kaputt oder von Baumwurzeln hochgehoben. Im Dunkeln bedeutet das größte Unfallgefahr.

Ich fahre oft mit dem Fahrrad in die Stadt und benutze den Geh- und Radweg der Dannenberger Straße. Die Hecken dort haben sich stark verbreitert, oder besser gesagt, hat man verbreitern lassen. Der Bürgersteig ist so verengt, dass es schwierig wird, wenn Fahrradfahrer auf Fußgänger trifft. Das muss nicht sein. Genauso wie auf der anderen Seite, wenn ich aus Richtung Stadt radele. Die Brennnesseln stehen so hoch und in den Weg hinein, dass ein Ausweichen nicht möglich ist. Den Bürgersteig hat man genauso verengen lassen. Und so könnte ich fortfahren.

Aber nicht nur die öffentlichen Flächen lassen zu wünschen übrig. Nein, auch so mancher Anwohner schert sich genauso wenig um sein drum herum. An vielen Stellen verengt eine nicht geschnittene Hecke oder ein nicht gepflegter Grünstreifen so dermaßen den Bürgersteig, dass dieser fast halbiert ist. Das Unkraut steht meterhoch, und es sieht einfach nicht schön aus. Ich als Tourist würde kein zweites Mal kommen. Erst recht nicht, wenn dieser mit dem Zug anreist und dieser "Wildnis" begegnet.

Viele bemühen sich bereits um ein schönes Städtchen. Aber der Rest muss eben auch mit-machen.

Marita Demir,

Hitzacker

^ Seitenanfang