Online: 13.10.2017 - ePaper: 14.10.2017

Wolf im Schafspelz

Betrifft: Leserbrief "Eine groteske Interpretation" von Olaf Henke (EJZ vom 30. September)

Herr Henke von der AfD versteckt zwischen Unmengen von Lob, Kritik am Kommentar Herrn Piels zu dem ekeligen Wahlplakat der AfD. Der Wolf, der sich im Schafspelz zeigt, vergisst aber, das wir alle über Facebook, Twitter und weiteren sozialen Medien über die Meinung zu - besonders den farbigen - Ausländern, die zahlreiche AfD-Mitglieder vertreten, bestens informiert sind. Also abgesehen davon, dass die Herrschaften von der AfD sich ihre Deutschen selbst machen, widerspricht das ja dem ersten Teil von Herrn Henkes Leserbrief, wonach wir sinkende Geburtszahlen haben. Also ran, meine Herren von der AfD, laute Töne spucken kann jeder. Übrigens wäre man natürlich niemals in den Geruch von Rassismus gekommen, wenn man auf dem Plakat eine dunkelhäutige Mutter abgebildet hätte. Im Übrigen glaube ich nicht, dass Herr Piel den Eliteknüppel der Geistesferne schwingen wollte, denn wie Herr Henke uns bestätigt, weiß er sogar, wie man einen Duden benutzt. Davon abgesehen konnte ich im Wahlkampf der AfD auch gar keinen Geist erkennen (höchstens den, über den wir in den 6oer-Jahren keinen Geschichtsunterricht hatten, weil die CDU mit ihren eigenen braunen Schäfchen genug Probleme hatte). Also könnte man höchstens von Geistesabwesenheit, aber nicht von Geistesferne sprechen. Arbeitet jetzt auch noch unser liberales Sandmännchen für die AfD und streut uns Sand in die Augen oder ist es nur Herr Henke, dem das Plakat jetzt selbst peinlich ist?

↔Detlev Richter,

↔Wustrow

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