Online: 13.10.2017 - ePaper: 14.10.2017

Urlaub ohne Mobilfunk

Betrifft: Arikel "Gut oder löchrig" (EJZ vom 22.September)

Ich weiß, dass die Mehrheit von uns Menschen ein lückenloses Funknetz braucht. Denn in dem digitalen Zeitalter soll es möglich sein, noch im abgelegenen Winkel der sonst unberührten Natur (die wir alle gern aufsuchen), im Wald, am See noch zu telefonieren, Apps runter zu laden und ins Internet zu gehen.

Ich gehöre einer Minderheit an, die sensibel auf elektromagnetische Strahlung reagiert (WLAN; Smartphones DECT-Telefone) und auch die Auswirkung solcher Strahlung bei Mensch und Tier seit einigen Jahren wahrnimmt. Deshalb meide ich oft schon Menschenansammlungen, wo zu viel solcher Geräte auf Empfang geschaltet sind.

Vor einigen Monaten schrieb eine EJZ-Leserin, dass man es in Dannenberg nicht mehr lange aushalten könne, auf Grund der vermehrten Hot-Spot-Anlagen. Aber es geht ja nicht um uns wenige Menschen, die noch etwas merken, sondern auch um unsere Natur. Studien der Universität Saarbrücken haben einen nicht unerheblichen Zusammenhang zwischen dem Bienensterben und unserem Mobilfunksystem entdeckt, was noch wenig der Öffentlichkeit bekannt ist. Wer hat schon beobachtet, dass Hunde besonders feinfühlig auf Strahlung reagieren - Unruhe, Tumor-erkrankungen?

Wohin können Menschen und Tiere noch fliehen oder sich zurückziehen, die unter solcher Belastung leiden, ja auch unser Burnout-Syndrom hat etwas mit unserer ständigen Vernetzung zu tun? Also bitte lasst die letzten Funklöcher in unserem Landstrich. Der Mensch muss nicht immer und überall erreichbar sein. Übrigens: Die Nachfrage nach mobilfunkfreien Urlaubsplätzen ist gestiegen. "Weiße Flecken" sind also erholsam.

Maren Drangmeister, Hitzacker

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