Online: 13.10.2017 - ePaper: 14.10.2017

Wirtschaftlichkeit der Blitzer

Betrifft: "Alte Blitzer werden neu postiert" (EJZ vom 30. September)

Alte Blitzer werden neu postiert. Drei der jetzigen Standorte sind unwirtschaftlich. Als vor einigen Jahren eine Mehrzahl von neuen Blitzern im Landkreis installiert wurde, wurde der Bevölkerung von der Kreisverwaltung wie auch von den selbsternannten Verkehrsexperten im Kreistag erklärt, man wolle den Verkehr sicherer machen und die gefahrenen Geschwindigkeiten absenken. Auch an der Dömitzer Brücke steht ein Schild, auf dem die Geschwindigkeitsüberwachung im Landkreis mit der Erhöhung der Verkehrssicherheit begründet wird. Wenn aber die Erhöhung der Verkehrssicherheit vordergründig für die Überwachung ist, verstehe ich absolut nicht, aus welchem Grund gerade der Blitzer in Meetschow abgebaut werden soll. Als Gorlebener muss ich feststellen, dass nach der Installation des dortigen Blitzers die gefahrene Geschwindigkeit an der Meetschower Kreuzung (K 28/L 256) erheblich zurückgegangen ist, obwohl der Verkehr auf der L 256 stark zugenommen hat. Nach Abbau des Blitzers wird man merken, dass wieder erheblich schneller gefahren wird, obwohl es an dieser Kreuzung schon zu sehr schweren Unfällen gekommen ist. Verkehrssicherheitsmaßnahmen sollten präventiv angelegt sein, also Fehlverhalten verhindern und nicht das Fehlverhalten der Verkehrsteilnehmer provozieren, damit man diese im Nachhinein dafür bestraft. Wirtschaftlichkeit vor Sicherheit, so scheint mir in diesem Fall wieder einmal die Devise der Kreisverwaltung wie auch der sogenannten Verkehrsexperten im Kreistag zu sein. Günter Wickord, Gorleben

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