Online: 30.10.2014 - ePaper: 30.10.2014

Kaja Eisele: Mit viel persönlichem Einsatz für Hitzacker

ZoomKaja Eisele setzt sich viel persönlichem Engagement für die Stadt Hitzacker ein. Aufn.: M. Horn

mh Hitzacker. Tausende Gäste von nah und fern haben die romantischen Feste genossen, die Kaja Eisele initiiert und organisiert hat. Vor neun Jahren hatte sie die Idee zum „Japanischen Lampionfest“, das seitdem viele tausend Besucher in Hitzacker begeistert hat. Der Botschafter aus Berlin war zu Gast, Konsuln gaben sich die Ehre, im Geleit japanische Kirschblütenprinzessinnen. 2012 wurde das Lampionfest von der Stiftung Lebendige Stadt als eines der zehn schönsten Stadtfeste Europas ausgezeichnet, ein Jahr zuvor war es in den Festreigen „150 Jahre deutsch-japanische Freundschaft“ aufgenommen worden. Dank Kaja Eiseles Einsatz wird der Kneipp-Kur-Garten auch 2015 wieder zur romantischen Bühne für Kultur aus dem Fernen Osten.
Vor zwei Jahren begegneten sich Ende April auf dem ersten Storchenfest afrikanische, spanische und wendländische Künstler und Köche. „Die Störche in der Elbtalaue überwintern in afrikanischen Ländern und an iberischen Küsten“, ist ihre Begründung für den Kulturaustausch. Inzwischen ist das Storchenfest ein fester Termin im Veranstaltungskalender der Elbestadt. Für beide Feste hat Kaja Eisele ihre Beziehungen zu Unternehmerpersönlichkeiten aktiviert und wertvolle Preise für Tombolen erhalten. Die Überschüsse kamen der Stadt zugute. Eisele hat altersgerechte Bänke rund um das Rathaus angeschafft oder den von Künstlerhand gestalteten Wegweiser zum Weinberg restaurieren lassen.
„Ohne die vielen engagierten Helferinnen und Helfer könnte ich gar nichts bewirken“, verweist Kaja Eisele auf die Arbeitskreise. „Ihr großer persönlicher Einsatz wirkt als Vorbild. Da können wir doch nicht zurückbleiben“, sagt dazu Dr. Karl-Heinz Jastram, der als Kenner der japanischen Kultur das Lampionfest mitgestaltet.
Ansteckend wirkt auch Kaja Eiseles Einsatz für das Archäologische Zentrum Hitzacker. „Das Team engagiert sich mit großem museumspädagogischem Geschick, das Wissen um das Leben der Urahnen spannend zu vermitteln“, ist Eiseles Motiv für öffentliches und stillschweigendes Sponsoring. Ihrem Organisationstalent ist es zu verdanken, dass der Parkplatz beleuchtet ist, denn sie hat für jede der Laternen einen Paten gewinnen können. Sie selbst ist Patin für den Blumenschmuck am Museumscafé, sie hat einen Findling als Wegweiser gestiftet, Regenschirme und Felle gespendet. Als kleines Dankeschön hat das Museumsteam einen Einbaum auf den Namen „Kaja“ getauft.
„Die Stadt soll attraktiver werden“, nennt die Hitzackeranerin ein Ziel ihres kreativen Wirkens. Vor zwei Jahrzehnten ist sie mit ihrem Mann von Hamburg an die Elbe gezogen. „Wir fühlen uns hier sehr wohl und wollen der Stadt etwas zurückgeben“, versichert das Ehepaar. Ehemann Werner ist mit dem Engagement seiner Frau nicht nur einverstanden, er unterstützt sie nach Kräften.
Wo ist die Quelle für Kaja Eiseles Ideen und woher nimmt sie die Kraft, sie umzusetzen? „Ich bin leidenschaftliche Jägerin und Anglerin. Auf meinem Hochsitz in der Göhrde und am Elbestrand habe ich Ruhe und Zeit für neue Konzepte.“ So plant sie nun, „mit Schneeschuhwandern und einer Schlittschuhbahn Hitzacker aus dem Winterschlaf zu wecken“. Als Lohn für sportliche Aktivitäten möchte sie romantische Zusammenkünfte am Lagerfeuer mit Glühwein, Grillwürsten und Musik organisieren.

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