Online: 31.10.2014 - ePaper: 31.10.2014

mh Hitzacker. "Kaja Eisele ist eine äußerst engagierte Bürgerin der Stadt Hitzacker. Sie ist großzügig, ideenreich und in ihrer Begeisterungsfähigkeit in der Lage, viele Bürgerinnen und Bürger als Mitstreiter zu gewinnen." Das Lob von Marianne Baron, im Rathaus für die Entwicklung des Tourismus zuständig, wird von vielen Hitzackeranern geteilt. Sie haben mit Gästen aus nah und fern in den vergangenen Jahren die romantischen Feste genossen, die Kaja Eisele initiiert und organisiert hat. Vor neun Jahren hatte sie die Idee zum "Japanischen Lampionfest", das seitdem viele tausend Besucher begeistert hat. Vor zwei Jahren begegneten sich Ende April auf dem ersten Storchenfest afrikanische, spanische und wendländische Künstler. "Die Störche in der Elbtalaue überwintern in afrikanischen Ländern und an spanischen Küsten", ist ihre Begründung für den Kulturaustausch. Inzwischen ist das Storchenfest ein fester Termin im Veranstaltungskalender der Elbestadt.

Kaja Eisele: Vorbildliche Ideengeberin


"Ohne die vielen engagierten Helfer könnte ich gar nichts bewirken", verweist Kaja Eisele auf die Arbeitskreise, die sie mit Unterstützung von Marianne Baron leitet. "Ihr großer persönlicher Einsatz wirkt als Vorbild. Da können wir doch nicht zurückbleiben", sagt dazu Dr. Karl-Heinz Jastram, der als Kenner der japanischen Kultur das Lampionfest mitgestaltet. Die romantische Veranstaltung im Kneipp-Kurgarten hat große Aufmerksamkeit weit über die Grenzen des Landkreises gefunden. 2013 wurde es von der Stiftung Lebendige Stadt als eines der zehn schönsten Stadtfeste in Europa ausgezeichnet. Die japanische Botschaft in Berlin hat es in den internationalen Festreigen "150 Jahre deutsch-japanische Freundschaft" aufgenommen.
Auch das Fortbestehen des Archäologischen Zentrums liegt Kaja Eisele am Herzen. "Das Museumsteam engagiert sich mit museumspädagogischem Geschick, das Wissen um das Leben der Urahnen spannend zu vermitteln", ist Eiseles Motiv für vielfältiges, stillschweigendes Sponsoring. So ist sie Patin für den Blumenschmuck am Museumscafé, sie hat einen Findling als Museumswegweiser finanziert, Regenschirme und Felle gespendet. Ihrem Organisationstalent ist es zu verdanken, dass der Parkplatz beleuchtet ist, denn sie hat für jede der Laternen einen Paten gewinnen können. Als kleines Dankeschön hat das Museumsteam 2012 einen Einbaum auf den Namen "Kaja" getauft.
Die Stadt soll attraktiver werden", nennt die Hitzackeranerin ein Ziel ihres kreativen Wirkens Vor zwei Jahrzehnten ist sie mit ihrem Mann von Hamburg an die Elbe gezogen. "Wir fühlen uns hier sehr wohl und wollen der Stadt etwas zurückgeben", versichert das Ehepaar. Der Ehemann ist mit dem Engagement seiner Frau nicht nur einverstanden, er unterstützt sie freigebig. Auch in ihrem eigenen Umfeld sorgt sie dafür, dass sich die Gäste wohl fühlen. 2012 wurde ihr die Plakette für den schönsten Blumenschmuck am familieneigenen Ferienhaus "Der Flötenspieler" ausgezeichnet.
Wo ist die Quelle für Kajas Eiseles Ideen und woher nimmt sie die Kraft, sie umzusetzen? "Ich bin leidenschaftliche Jägerin und Anglerin. Auf dem Hochsitz und am Elbestrand habe ich Ruhe und Zeit für neue Konzepte." So plant sie nun, "mit Schneeschuhwandern und einer Schlittschuhbahn Hitzacker aus dem Winterschlaf zu wecken". Als Lohn für die sportlichen Aktivitäten plant sie romantische Zusammenkünfte am Lagerfeuer mit Glühwein, Grillwürsten und Musik.
In Kürze wird sie vor dem Geburtshaus von Bernhard Varenius (1622 - 1649) eine Skulptur in Gedenken an den Geografen enthüllen, der das erste wissenschaftliche Standardwerk über Japan geschrieben hat. Auch für dieses Denkmal hat die großzügige und ideenreiche Hitzackeranerin die Initiative ergriffen.

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