Online: 31.10.2016 - ePaper: 01.11.2016

Wer wird Mensch Lüchow-Dannenbergs? Heute: Mareike Harlfinger-Düpow

ZoomDie Feuerwehr ist immer wieder Thema am Familientisch von Mareike Harlfinger-Düpow. Tochter Emma (links) ist Florianerin, Maya Mitglied der Jugendfeuerwehr und die kleine Anni war die jüngste Camperin im Kreisflorian-Zeltlager.

mh Tollendorf. Ein paar Wochen war Anni alt und damit die jüngste Camperin im Kreisflorian-Zeltlager 2016. Denn ihre Mama ist Kreisfloriangruppenwartin. Sie hat im Camp die Fäden in der Hand behalten, während sie ihr Baby schaukelte und stillte. Mareike Harlfinger-Düpow ist mit ganzem Herzen eine Feuerwehrfrau. Von Kindesbeinen an. Mit zehn Jahren wurde sie Mitglied der Jugendfeuerwehr, sie absolvierte Atemschutz- und Gruppenführerlehrgänge und gab als Aktive das Motto aus: "Ich möchte genauso eingesetzt werden wie die Männer." Sie ist mit Atemschutzmasken in qualmende Räume gegangen, hat mitgeholfen, Brände zu löschen, Verunglückte zu bergen, war im Einsatz gegen die Elbefluten und hat viele Male Erste Hilfe geleistet.

Seit 15 Jahren gilt ihr Einsatz dem Nachwuchs. 2001 gründete sie in ihrer Heimatstadt Hitz-acker die Floriangruppe, 2013 wurde sie zur Kreiswartin der 28 Floriangruppen mit insgesamt 300 Kindern gewählt. "Grundschulkinder sind für Spiele am Lagerfeuer, Experimente mit Wasser, Schaum und Hebekissen zu begeistern, und viele wechseln mit zehn oder elf Jahren in die Jugendfeuerwehr", ist für die engagierte Feuerwehrfrau ein wichtiger Grund, möglichst viele Kinder für den Nachwuchs zu gewinnen. Wichtig ist ihr zudem, "dass schon die Kleinen lernen, verantwortungsvoll mit dem Feuer umzugehen".

Mit ihrem Team organisiert Mareike Harlfinger-Düpow die "Spiele ohne Grenzen" während der Kreisfeuerwehrtage und die beliebten Zeltlager in den Schulferien. Um die Florianer besser ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken, hat sie an einem Imagefilm mitgearbeitet, der auf den Internetseiten der Kreisfloriangruppen www.kfg-dan.de zu sehen ist. Als Lohn für ihre Arbeit möchte sie sehen, "dass die Freiwillige Feuerwehr in unserem Landkreis auch in Zukunft ihren Aufgaben nachkommen kann und weiterhin in das gesellschaftliche Leben hineinwirkt".

Dafür setzt sich die 35-Jährige ein und bringt mit großem Elan Familie, Beruf und Ehrenamt unter einen Hut, oder besser unter das blaue Feuerwehrbarett. Ihre Begeisterung hat sie an die Töchter weitergegeben. Maya, 10 Jahre alt, ist Mitglied der Jugendfeuerwehr, die achtjährige Emma eine Florianerin. "Als sie klein waren, habe ich sie zu den Diensten mitgenommen. Sie sind sozusagen mit der Feuerwehr groß geworden", schmunzelt die Mama, die sicher ist, "dass ich das Helfer-Gen auch an Anni, unsere Kleinste, weitergegeben habe". Ihr Mann Henning Harlfinger unterstützt seine engagierte Frau. Er ist stellvertretender Brandmeister in der Feuerwehr Metzingen. Wo haben sie sich kennengelernt? "Natürlich bei der Feuerwehr."

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