Krach gegen Atompläne
Protest-Aktion vor CDU-Geschäftsstelle
Gestern hat die Gorleben-Gegnerin das Protest-Fässchen erneut für eine CDU-Mission mitgebracht. Diesmal schleift sie das Stahl- fässchen über den Asphalt vor der CDU-Kreisgeschäftsstelle: »Atom-Alarm» in Lüchow. Etwa 100 Atomkraftgegner haben gestern Mittag eine halbe Stunde lang lautstark gegen die Atompläne der schwarz-gelben Bundesregierung protestiert. Die will bekanntlich die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängern und weiterhin auf das Endlager-Projekt Gorleben setzen. Mit Trillerpfeifen, Vuvuzelas, Ras-seln und einem Gong haben die Gorleben-Gegner die hiesige CDU aufgefordert, sich gegen die Atompläne der Regierung zu stellen. Doch die CDU-Geschäftsstelle war zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr besetzt.
Dafür findet die Geschäftsführerin heute morgen im Briefkasten zweierlei: ein kleines graues Büchlein mit dem Titel »100 gute Gründe gegen Atomkraft». Und eine Erklärung gegen Atomkraft, die bereits über 150000 Menschen unterzeichnet haben. Damit sollen der hiesigen CDU und ihrer Landtagsabgeordneten Karin Bertholdes-Sandrock deutlich gemacht werden, »dass die Menschen in der Region möglichst rasch aus der Atomkraft aussteigen wollen». Vor mehreren CDU-Wahlkreisbüros und Geschäftsstellen haben gestern bundesweit derartige Aktionen stattgefunden, initiiert von dem Netzwerk Campact.
Gorleben-Gegner Gerd Harder sagte, dass dies erst der Beginn von dem Krach sei, »den wir noch machen werden». Den Krach müsse man nun »weitertragen».
Bild: Vor der CDU-Kreisgeschäftsstelle in der Lüchower Schützenstraße haben Gorleben-Gegner gestern Mittag lautstark gegen die Atompläne der schwarz-gelben Bundesregierung protestiert: mit Vuvuzelas, Trillerpfeifen oder einem scheppernden Atom-Fässchen. Aufn.: J. Feuerriegel












