Nicht mehr verkehrssicher
Aussichtsturm nahe Schwedenschanze gesperrt
Und auch ein Blick über Wiesen und Wälder Lüchow-Dannenbergs war möglich. Viele Menschen haben das seit Mitte der 60er-Jahre genossen. Als es die innerdeutsche Grenze auch längs der Elbe noch gab, war es besonders spannend, auf den etwa 25 Meter hohen Aussichtsturm mit seiner Plattform zu steigen. Konnte man doch die DDR-Grenzsperranlagen recht gut einsehen, auf dem Fluss fahrende Schiffe boabachten und sich an dem Anblick des Westprignitzstädtchens Lenzen erfreuen.
Doch der hölzerne Aussichts-turm auf dem Höhbeck, nahe der Schwedenschanze, ist redensartlich in die Jahre gekommen. Obwohl er regelmäßig immer wieder repariert und mit neuen Anstrichen versehen wur-de. Der Zahn der Zeit hat sichtlich an ihm genagt. Ein Teil des Holzes ist morsch geworden, was besonders die Rundständer verdeutlichen, die die meiste Last auszuhalten haben.
Das Besteigen des Turmes war also schon mit einem Risiko verbunden. »Wir mussten jetzt handeln», sagt Lutz Haas, Bürgeramtsleiter der Samtgemeinde Gartow, dem für den Turm zuständigen Bauträger. So wurde der Turm vor einigen Tagen »vorsorglich gesperrt, weil er nicht mehr verkehrssicher ist». Mitarbeiter des SG-Bauhofes entfernten den unteren Teil der Holztreppe.
Doch wird der Aussichtsturm wieder für Besucher freigegeben? »Wir haben einen Architekten beauftragt, ein entsprechendes Gutachten für uns zu erstellen. Wenn uns das vorliegt, werden wir entscheiden, ob abgerissen werden muss oder vielleicht noch einmal repariert werden kann», ist von Lutz Haas zu hören. Wenn der Abriss des Turmes nicht zu vermeiden, sei, würden sich Verwaltung und Rat zu gegebener Zeit wohl Gedanken über einen Neubau machen.
Bild: Am Aussichtsturm nahe der Schwedenschanze hat der Zahn der Zeit genagt. Zurzeit darf er nicht betreten werden. Aufn.: A. Blütling












