Stillstand auf Verdacht
Arbeiten am Dannenberger Ratskeller ruhen vorerst weiter
Die Silhouette der Fassadenüberreste steht mit seinen Stützkonstruktionen über dem Marktplatz und erinnert nur allzuviele Besucher jeden Tag aufs Neue daran, dass in diesem Gebäude ein Mensch in den Flammen ums Leben kam.
Über den Grund für den Baustopp wird viel spekuliert in der Jeetzelstadt. Bei den Bauarbeiten seien Spuren eines Brandbeschleunigers gefunden worden, und die Polizei hätte jemanden verhaftet, erzählt man sich überall in der Stadt. Die Polizei jedoch wiederspricht diesen Spekulationen vehement. »Es ist niemand verhaftet worden und es gibt auch keine neuen Erkenntnisse was die Brandur- sache oder einen möglichen Täter anbelangt», heißt es von der Pressestelle der Ermittlungsbehörde. Anderenorts gibt man sich allerdings auskunftsfreudiger. Es sei eine Anzeige bei der Polizei eingegangen, in der eine Person der Brandstiftung am Ratskeller bezichtigt werde, heißt es aus für gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen in der Dannenberger Verwaltung. Und solange die Polizei dieser Anzeige nachgehe, seien die Bauarbeiten unterbrochen. Allerdings glaube man in der Verwaltung nicht, dass »da was dran ist». Ein Verhaftung habe es nicht gegeben, die Beamten hätten sich lediglich mit einigen Beteiligten unterhalten. Ob und wann die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden, und inwieweit sich die derzeitige Unterbrechung auf den späteren Fortgang der Arbeiten und die Fertigstellung des Gebäudes auswirken wird, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Klar ist, dass die Verzögerung die Kosten für den Wiederaufbau steigen lässt und dass die Dannenberger nun noch ein wenig länger mit einer korsagierten Brandruine im Herzen ihrer Stadt leben müssen.
Bild: Nichts rührte sich noch gestern Nachmittag an der von einer Stützkonstruktion umgebenen Ruine des Dannenberger Ratskellers. Die Bauarbeiten ruhen. Warum, darüber gibt es keine offiziellen Angaben. Aufn.: R. Groß












