Den Mantel des Schweigens etwas gelüftet
rg Dannenberg. Es gibt einige Dinge, über die wird im Dannenberger Rathaus ungern gesprochen. Zumindest mit denjenigen, die nicht in den Kreis der Verwaltung oder der Kommunalpolitik gehören.Zu diesen Dingen gehört die Zukunft des ruinierten Ratskellers ebenso wie die des Dannenberger Ostbahnhofes. Anmerkungen und Statements, die mehr verraten, als sie womöglich eigentlich sollten, gab es dazu in der Sitzung des Dannenberger Bauausschusses im Alten Rathauses. Der Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) (siehe Artikel oben) sei nicht nur für die Schülerbeförderung des Schulzentrums gedacht, bemerkte ein Ratsmitglied, sondern dort kämen ja auch Gäste der Jeetzelstadt an. Und daher sei der ZOB auch ansehnlich zu gestalten, und zwar - und jetzt wird es interessant - auch im Hinblick auf die vorgesehene künftige Nutzung des abgebrannten Ratskellers. Erstaunlich, denn von einer künftigen Nutzung des Ratskellers ist bislang noch nichts bekannt. Und bei der Verwaltung offensichtlich auch nicht, denn deren Vertreter Jens Hesebeck erklärte gleich, dass man im Rathaus von solcherlei Dingen nichts wisse. Allerdings etwas muss es wohl doch zu berichten geben über den Ratskeller, denn die Angelegenheit wurde sogleich in den nichtöffentlichen Teil der Bauausschussitzung verschoben.
Ähnlich verhält es sich mit dem Dannenberger Ostbahnhof, der mittlerweile beim besten Willen nicht mehr als ansehnliches Entree für Besucher der Jeetzelstadt geeignet ist. Doch auch in diese Angelegenheit kommt nun offenbar Fahrt, denn als ein Bauausschussmitglied in der Diskussion um die Kosten für eine Umgestaltung des ZOB anmerkte, dass das Geld vielleicht bei der Sanierung des Bahnhofes besser angelegt sei, wurde ihm entgegengehalten, das »am Ostbahnhof Einiges passieren» werde und mit den 60000 Euro, die die Stadt in den ZOB investieren würde, am Bahnhof »fast gar nichts zu machen» sei. Dort rede man von ganz anderen Beträgen.
Und noch eine weitere Angelegenheit spülten Randbemerkungen von Bauausschussmitgliedern an die öffentliche Oberfläche: Um die finanzielle Lage der Stadt wird es wohl 2009 noch schlechter aussehen als in diesem Jahr. Von »den bekannten drohenden Steuerausfällen» sprach ein Mitglied, von den schwierigen Haushaltsberatungen für das kommende Jahr ein anderes - Aussagen, die so gar nicht zu dem passen wollen, was in der Haushaltsdebatte Anfang dieses Jahres erklärt wurde. Dort hieß es nämlich, dass im kommenden Jahr, also 2009, alles wieder etwas besser werden würde.












