Weiter Stillstand an der Ruine
Zukunft des Dannenberger »Ratskeller» weiter ungeklärt - Bislang kein Konzept vorgelegt
So war es zumindest auf der Sitzung des Dannenberger Stadtrates Ende September angekündigt worden. Doch das, war aus dem Kreishaus zu erfahren, ist bislang nicht passiert. Und daher passiert nun auch am Ratskeller weiterhin nichts. Vorerst.
Dabei sei ein Investor bereits gefunden, hatte Stadtdirektor Jürgen Meyer während der Ratssitzung in der Bürgerfragestunde erklärt. Und der sollte eigentlich sein Modell einer möglichen Bebauung bei der Denkmalpflege vorstellen, da diese das letzte Wort hat, wenn es darum geht, ob die noch vorhandene Fassade des Ratskellers abgerissen werden darf oder nicht. Es müssten gute Gründe vorgelegt werden, wenn man die Fassade abreißen wolle, betont man beim Landkreis. Wer dort an dieser exponierten Lage bauen will, ohne die Fassade zu erhalten, müsse sich an sehr hohen städtebaulichen Maßstäben messen lassen, heißt es aus der Kreisverwaltung. Was jedoch nicht heißen solle, dass es unmöglich sei. Zwar würden es die Denkmalschützer lieber sehen, wenn sie erhalten bliebe. Doch wenn es gänzlich unmöglich sein sollte, ein Bauvorhaben unter Einbeziehung der Fassade wirtschaftlich tragbar zu realisieren, sei das auch ein Argument, dem man sich nicht verschließen dürfe. Die Nachweispflicht dafür läge allerdings beim Investor.
Was genau die Pläne des möglichen Investors vorsehen, dazu gibt es keine offiziellen Auskünfte. Weder von der Stadt Dannenberg noch vom Landkreis. Gut informierte Kreise sprechen jedoch von einem Hotel, einem Saal und einer Stellfläche für Reisebusse. Und es heißt, dass der Erhalt der Fassade nicht vorgesehen ist. An der Fassade hänge jedoch auch niemand wirklich. Wichtig sei, dass die untragbare Situation am Marktplatz endlich beseitigt werde, so der Tenor unter den Beteiligten in Stadt und Landkreis. Niemand wolle einem Investor »unnötig Steine in den Weg legen». Denn noch immer ist Dannenbergs Lange Straße durch die Absperr- und Sicherungsgerüste eingeengt, noch immer wirft die hohle Fassade einen löcherigen Schatten auf den Marktplatz, der ja immerhin das Aushängeschild der Stadt sein soll. Eine Auf-gabe, die der Dannenberger Marktplatz seit nun fast zwei Jahren nur noch begrenzt wahrnehmen kann. Müll sammelt sich hinter dem Bauzaun, Moos wuchert über den Beton und Tauben haben das Gebäude für sich in Beschlag genommen.
Bild: Wie geht es weiter am Dannenberger Marktplatz? Bislang ist noch kein Modell vorgelegt worden, was dort anstelle des abgebrannten "Ratskellers" entstehen soll. Eigentlich hätte das schon vor Wochen geschehen sollen, hatte es im Stadtrat geheißen.
Aufn.: R. Groß












