Nowack: »Wer Grips hat, geht zu GRIPS»
Hilfe auch bei Jobsuche: Begegnungsstätte »Bienenkorb» eröffnet - Anlaufstelle für Menschen aller Altersklassen
Der »Bienenkorb» versteht sich als Begegnungsstätte für Menschen aller Altersklassen. »Zu uns kann jeder kommen und ist willkommen», betonte Projektleiter Volker Thomas. Das »Bienenkorb»-Programm richtet sich insbesondere jedoch an Jugendliche, Schulabgänger und -abbrecher sowie an Erwachsene bis 25 Jahren - an benachteiligte junge Menschen. Dabei denkt man unter anderem an junge Menschen ohne Job, »die Lust auf Begegnung und Beschäftigung haben».
Ihnen zur Seite stehen und helfen - das hat sich das »Bienenkorb»-Team um Volker Thomas auf seine Fahne geschrieben. Wer einsam sei, Ängste ha-be, sich »bocklos» fühle und wem irgendwie die Energie fehle oder wer noch keinen rechten Plan für die berufliche Zukunft habe, der brauche manchmal eine Gemeinschaft und Freunde, die ihn unterstützen, so der Projektleiter: »Wir wollen de-nen, die zu uns kommen, helfen, den ,inneren Schweinehund» zu bekämpfen. Sie sollen selber aktiv werden.»
Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und vom Europä-ischen Sozialfonds geförderte Projekt »Bienenkorb» ist Bestandteil des Aktionsprogramms »Stärken vor Ort». Projektträger ist die GRIPS, Arbeit und Rehabilitation Dr. Nowack GmbH, mit Sitz in Salzwedel. GRIPS steht für »Gemeinschaftsprojekt zur Rehabilitation, Integration und Prävention seelisch behinderter Menschen». Der »Bienenkorb» gebe eine Heimat für die Freizeitgestaltung, sorge für Kontakte und vermittle Beschäftigungsmöglichkeiten für eine Arbeitserprobung und -rehabilitation, »wer Grips hat, geht zu GRIPS», war von Dr. Nicolas Nowack zu hören. »Wir wollen die vorhandenen Angebote ergänzen und Kontakte zu den jeweiligen Ansprechpartnern vermitteln.» Auf Wunsch finde eine Begleitung vor Ort statt.
Dr. Nowack: »Wir vermitteln und begleiten in realitätsnahe Beschäftigungen, jeder Teilnehmer kann sich in einem Arbeitsfeld hinsichtlich seiner Neigungen und Fähigkeiten ausprobieren.» Die Einsätze fänden zu- meist in »richtigen Betrieben» statt. Durch dieses Arbeits- umfeld bestehe die Möglichkeit, sich selber besser einschätzen zu können und eventuell vorhandenen Förderungs- und Qualifizierungsbedarf zu erkennen. Der Kontakt zu den Unternehmen werde von »Bienenkorb» hergestellt.
CDU-Bundestagsabgeordneter Eckhard Pols überzeugte sich vorgestern bei der »Bienenkorb»-Eröffnung davon, »dass das, was in Berlin beschlossen wird, auch wirklich unten ankommt». Jugendliche stärker fördern; das liegt dem Parlamentarier am Herzen. Es könne nicht sein, so der Politker, »dass jährlich rund 100 Jugendliche Lüchow-Dannenberg den Rü-cken kehren, weil sie in diesem Landkreis keine beruflichen Chancen für sich sehen». Dieser Trend müsse möglichst schnell gestoppt werden. Pols» Anliegen: »Keinen jungen Menschen aufgeben.»
Lobende Worte für die Begegnungsstätte gab es zudem von Lüchows Bürgermeister Karl-Heinz Schultz. Eine solche Einrichtung sei ein Gewinn für die Kreisstadt. Schultz ist überzeugt. »Ihr werdet sicher gute Arbeit leisten, von der dann viele junge Menschen profitieren.»
Im »Bienenkorb» in Lüchow soll sich künftig aber nicht alles um Jobsuche und -beratung drehen, im Mittelpunkt werden auch Freizeitaktivitäten stehen. Die Begegnungsstätte ist ab dem 1. Juni montags von 10 bis 16, dienstags von 14.30 bis 19, donnerstags von 9 bis 12 und 14 bis 16.30 Uhr geöffnet. Es können auch einzelne Gesprächtermine vereinbart werden - unter Telefon (05841) 976060 und (0151) 18645060. E-Mail: grips-wendland@t-online.de.
Bild: Projektleiter Volker Thomas (von links) und Träger Dr. Nicolas Nowack begrüßten zur "Bienenkorb"-Eröffnung auch den CDU-Bundestagsabgeordneten Eckhard Pols sowie Lüchows Bürgermeister Karl-Heinz Schultz. Aufn.: A. Blütling












