Online: 06.04.2018 - ePaper: 07.04.2018

Die Polizei ermitelt nach Fund an der B 493

Wolf bei Gartow vermutlich erschossen

ZoomBei Splietau soll ein Wolf ein Schaf und eine Ziege gerissen haben. Darauf deute vieles hin, heißt es - eine endgültige Bestätigung per DNA-Beweis steht allerdings noch aus.

Gartow/Kapern. Zwischen Gartow und Kapern ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein Wolf erschossen worden. Das Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) spricht von "Anzeichen einer Schussverletzung". Die Polizei geht von einer "illegalen Tötung" aus und hat die Ermittlungen aufgenommen.

Das tote Tier ist nach Angaben des NLWKN am Freitag an der B 493 gefunden worden. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen vermutlich ausgewachsenen Rüden. Nach Abschluss der ersten Untersuchungen vor Ort wird der Kadaver zum Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin gebracht. Dort werden weitere forensische Untersuchungen vorgenommen. Zudem gehen Gewebeproben zur DNA-Analyse an das Senckenberg-Institut in Gelnhausen, dem nationalen Referenzlabor für Wolfsgenetik. Mit den Ergebnissen der Untersuchungen können Aussagen zur Todesursache, zum Gesundheitszustand, zum Alter, zur Herkunft und zur Rudelzugehörigkeit des toten Wolfs getroffen werden.

Laut NLWKN ist es seit dem Jahr 2000 der fünfte - wohlbemerkt: öffentlich bekannt gewordene - illegal getötete Wolf. In Lüchow-Dannenberg war bereits im Jahr 2007 ein Wolf nahe Gedelitz erschossen worden. Zuletzt war in den Jahren 2016 und 2017 jeweils ein Wolf im Landkreis Cuxhafen erschossen worden. Der NLWKN verweist darauf, dass die illegale Tötung eines Wolfs mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe belangt wird. bp

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