Online: 11.09.2018

Großeinsatz an der Elbe

Brand zerstört Scheune in Drethem, Feuerwehr rettet zwei Reetdachhäuser

ZoomTrotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr war die Scheune nicht zu retten. Aufn.: R. Groß

von Rouven Groß

 

Drethem. Großeinsatz für die Feuerwehr am frühen Dienstagabend in Drethem: In dem Ort an der Elbe stand eine als Garage und Lagerraum genutzte Scheune in Flammen. Über 100 Feuerwehrleute aus der Alt-Samtgemeinde Hitzacker sowie die Dannenberger Feuerwehr mit ihrer Drehleiter und die Feuerwehr Streetz rückten aus – nicht nur, um das Feuer zu löschen, sondern vor allem, um zwei benachbarte Reetdachhäuser zu schützen. Mit sogenannten Riegelstellungen verhinderten die Einsatzkräfte der Einsatzleitung zufolge ein Übergreifen auf die beiden Wohnhäuser, indem sie die Dächer mit Wasser abkühlten und gegen den Funkenflug von der nur wenige Meter daneben im Vollfeuer stehenden Scheune einen Wasserschleier legten. Die Scheune brannte trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr komplett nieder. Nach Angaben der Feuerwehr hatte ein Nachbar noch vor dem Eintreffen der ersten Einsatzfahrzeuge versucht, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen – vergeblich. „Dazu gehört viel Mut, ein bemerkenswerter Einsatz“, betonte Lüchow-Dannenbergs Kreisbrandmeister Claus Bauck. Verletzt wurde bei dem Brand niemand, auch der Löscheinsatz sei reibungslos und „in höchstem Maße professionell und schnell“ verlaufen, lobte Bauck. Alarmiert worden war mit der höchsten Priorität, in Feuerwehrkreisen als „Brand 3“ bezeichnet.

Wie es zu dem Feuer kommen konnte, ist aktuell noch unklar, Brandermittler der Lüneburger Polizei nahmen noch am Dienstagabend die Arbeit auf. Der Sachschaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf über 80 000 Euro, hieß es am Unglücksort.

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