Online: 25.01.2016

(djd). Schätzungen zufolge leiden rund sieben Millionen Bundesbürger an Diabetes mellitus vom Typ 2. Dabei handelt es sich um eine Stoffwechselkrankheit, die zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führt, der auf Dauer die Blutgefäße schädigt. Unbehandelt kann es zu schweren Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen kommen. Früher wurde der Typ-2-Diabetes als "Alterszucker" bezeichnet, weil daran hauptsächlich Senioren erkrankten.

Vom "Alterszucker" zur Volkskrankheit

ZoomFettleibigkeit kann zwar auch sexy machen - vor allem aber ist sie ein Risikofaktor für eine Erkrankung an Diabetes mellitus vom Typ 2. Foto: djd

Falsche Ernährung und zu wenig Bewegung

Doch weil immer mehr Menschen schon in jungen Jahren stark übergewichtig sind, gibt es zunehmend Betroffene unter den 30- bis 40-Jährigen. Selbst bei Kindern und Jugendlichen wird Diabetes mellitus vom Typ 2 immer häufiger festgestellt. Die Entstehung hat also viel mit unserem Lebensstil zu tun. Die Menschen essen zu viel, zu süß und zu fett und bewegen sich zu wenig. Aber ist den Deutschen dieser Zusammenhang bekannt? Fast 80 Prozent der Befragten wissen, dass Diabetes Typ 2 durch falsche Ernährung verursacht werden kann.

Im Krankenhaus trennen sich die Wege

Ist wegen einer Erkrankung im Zusammenhang mit Diabetes mellitus eine stationäre Behandlung notwendig, trennen sich bei der Einweisung in die Klinik üblicherweise die Wege der Patienten. Gesetzlich Krankenversicherte werden standardmäßig im Mehrbettzimmer untergebracht und in der Regel von den jeweils diensthabenden Ärzten betreut. Ein Chefarzt wird bei der Behandlung nur im Ausnahmefall hinzugezogen. Privatpatienten haben dagegen Anspruch auf die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer und die Behandlung durch Chefärzte.

Wie wird Typ-2-Diabetes behandelt?

Der Typ-2-Diabetes entwickelt sich schleichend und wird oft erst nach Jahren mit einem Blutzuckertest erkannt. Die Therapie muss im Verlauf der Erkrankung häufiger angepasst werden. Entscheidend ist, den Blutzuckerspiegel im Normalbereich zu halten. In einem frühen Stadium wird versucht, mit einer Umstellung der Lebensweise - gesündere Ernährung und Bewegung - auszukommen. Das gelingt bei etwa der Hälfte der Patienten. Etwa 40 bis 50 Prozent der Typ-2-Diabetiker erhalten zusätzlich Medikamente. Nur wenn auch diese nicht helfen, wird Insulin eingesetzt.

 

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