Online: 25.01.2016

Ausweg aus der Schmerzspirale

ZoomMuskelverspannungen sind häufig auf fehlende Ausgleichsbewegungen im Alltag zurückzuführen. Foto: djd

(djd). Chronische Rückenschmerzen können viele Ursachen haben. Häufig sind die Beschwerden auf muskuläre Verspannungen zurückzuführen, die durch einseitige Haltung, fehlende Ausgleichsbewegungen im Alltag und psychische Anspannung entstehen. Schmerzt der Rücken dauerhaft, verfallen viele Betroffene in depressive Stimmung und ziehen sich zurück. Statt gegen den Schmerz aktiv zu werden, hoffen sie, die Beschwerden mit Schonhaltung und Ruhepausen zu vermeiden, erzielen damit aber genau den gegenteiligen Effekt: Die Verspannungen nehmen zu, Muskeln bilden sich zurück und die Schmerzen verstärken sich.Stress bewältigen - Aktivitäten fördern

Entwickelt sich daraus ein Schmerzgedächtnis, können schon kleinste Reize eine heftige Reaktion auslösen. Damit es nicht so weit kommt, raten Experten dazu, frühzeitig gezielt gegenzusteuern. Ein multimodales Behandlungskonzept aus Schmerzlinderung, Bewegung und psychologischer Betreuung soll die Patienten dabei zu eigenverantwortlichem Handeln und mehr Aktivität anregen. Je nachdem, wie groß die psychische Belastung ist, können Verhaltenstherapien zum Erlernen von Stressbewältigung und die Vermittlung von Entspannungstechniken erheblich zum Behandlungserfolg beitragen. Eine Kombination aus Rückenschule und geräteunterstütztem Krafttraining kann helfen, vernachlässigte Muskelgruppen zu stärken und überbeanspruchte Partien zu entlasten

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