Online: 08.07.2016

Naturnahes Gärtnern

Zoomlps/Cb. Die Mischung macht’s.Foto: Busche

lps/Cb. Naturnahe Kleingärten sind nicht völlig verwildertes, vernachlässigtes Gelände. Im Idealfall sind es intensiv genutzte Gärten, die Menschen, Tieren und Pflanzen Lebensraum bieten. Dabei ist geordnete Unordnung die Devise. Im Kleingarten soll der Naturhaushalt so wenig wie möglich gestört werden. Beim Obst- und Gemüseanbau achtet man auf Sorten mit natürlicher oder züchterischer Widerstandsfähigkeit gegen Schadorganismen.
Robuste Sorten mögen in der Anschaffung etwas teurer sein, doch sparen sie viel Ärger und Kosten für Pflanzenschutzmittel. Bei der Auswahl des Standorts für Gehölze und Stauden achtet man auf die Umgebung. Am falschen Platz gepflanzt wird die Pflanze leiden und empfänglicher für Schadstoffe und Erreger sein. Nicht nur Kleingärtner wissen: Kompost versorgt den Gartenboden mit Nährstoffen.
Unerwünschte Wildkräuter entfernt man am besten in Handarbeit. Sträucher und Stauden mit offenen Blüten sind vorteilhaft. Sie faulen bei Regenwetter nicht so leicht wie gefüllte Blüten und locken außerdem je nach Standort Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Schwebfliegen und andere Insekten an.
Das wiederum lockt verschiedene Gartenvögel und durchziehende Gäste. Wer nicht jede Woche mäht, gestattet auch Gänseblümchen und Löwenzahn etwas Raum. Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten kann man auch auf kleinen Parzellen schaffen.

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