Online: 21.02.2017

Hospiz hört zu

ZoomKerstin Fröhlich, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Hopizvereins, besucht Herrn Rosterg.Foto: Anett Melzer

Die meisten Menschen möchten ihre letzten Lebenstage in vertrauter häuslicher Umgebung verbringen. Ein Wunsch, der für Angehörige nicht selten eine große Herausforderung bedeutet. Da bietet der
Hospizverein Lüchow-Dannenberg e.V. seine Hilfe an. Die in Sterbebegleitung ausgebildeten ehrenamtlichen Mitarbeiter und  Mitarbeiterinnen suchen Schwerstkranke zu Hause auf und schaffen durch ihre Besuche einen Raum, in dem offene Gespräche über das Leben, das Sterben und den Tod möglich werden. Angehörige erfahren nicht nur Beistand und Trost, sondern bekommen auch fachliche Beratung in allen wichtigen Fragen der häuslichen Versorgung, Informationen über Pflegedienste, Hilfsmittel und Patientenverfügungen.
Hospiz hört zu, wenn Trauer, Zweifel oder Angst übermächtig werden. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind darin geschult, zuzuhören und Trauer, Zweifel und Angst gemeinsam auszuhalten. Obwohl Außenstehende, sind sie in bestimmten Fragen oft die besseren Gesprächspartner – besonders dann, wenn Sterbende und
Angehörige glauben, sich gegenseitig schonen zu müssen.
Auch nach dem Tod eines Patienten bietet der Hospizverein seine Unterstützung an. In monatlich stattfindenden Trauercafés in Lüchow und in Dannenberg haben Hinterbliebene die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen mit anderen auszutauschen. In der Trauerarbeit erfahrene Mitarbeiter bieten einen Raum zum Reden, Zuhören, Schweigen, Weinen und Lachen.
Trauer trifft nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche trauern: über das Versterben der Großeltern, die Trennung der Eltern, einen kranken Freund oder den Tod eines Haustieres. In schulischen Projekttagen bearbeiten spe-
ziell geschulte Mitarbeiter altersgerecht Themen zu Verlust und Trauer.

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