Online: 21.02.2017

„Neues Leben schenken“

ZoomFoto: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Laut einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stehen 80 Prozent der Befragten einer Organ- und Gewebespende positiv gegenüber. Einen Organspendeausweis besitzen allerdings nur 35 Prozent der Befragten.
Wie wichtig es ist, seine persönliche Einstellung zur Organspende zu äußern und zu dokumentieren, erklärt sich spätestens dann, wenn die Angehörigen als Hinterbliebene gefragt werden.
Einige Organe, wie die Niere und Teile der Leber, kann ein Mensch zu Lebzeiten spenden, ohne selbst gesundheitliche Schäden davonzutragen. Den rechtlichen Rahmen dafür gibt das Transplantationsgesetz (TPG) vor. Da es sich um einen medizinischen Eingriff an einem gesunden Menschen handelt, muss die Entscheidung sorgfältig durchdacht sein und bewusst getroffen werden. Das gilt auch für die Organspende nach dem Tod.
Um die persönliche Entscheidung für Angehörige und Ärzte klar und deutlich zu machen, gibt es den Organspendeausweis.
„Jeder von uns kann mit einer Organspende einem Mitmenschen nach seinem eigenen Tod ein wunderbares Ge-schenk machen: ein neues Leben. Und klar ist auch:
Jeder von uns kann eines Tages selbst auf eine Organspende angewiesen sein. Daher sollten wir uns ganz bewusst mit dem Thema auseinandersetzen“, empfiehlt  auch Karl-Josef Laumann, der Patientenbeauftragte der Deutschen Bundesregierung. Eine Faktenbox, so Karl-Josef Laumann, könne Menschen motivieren, ihre Meinung im Ausweis zu dokumentieren.

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