Online: 23.05.2017

Marketing: Auf dem Weg zum Erfolg

Ob als langjähriges Unternehmen, frisches Start-Up oder als Privat-Person, allen ist gemein, dass auf dem Weg zum Erfolg kein Weg am richtigen Marketing vorbeiführt. Sein Produkt oder sich selbst zu verkaufen ist in der hiesigen  Gesellschaft nahezu selbstverständlich. Die entsprechende Geisteshaltung dazu entwickelte sich bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts, parallel zur amerikanischen Industrialisierung.
Die Geburt des Marketing-Gedanken
Wirklich umgesetzt wurde der Marketinggedanke in Deutschland jedoch erst in den 60er Jahren. Denn zu diesem Zeitpunkt trat das erste Mal nach dem 2. Weltkrieg das Phänomen eines gesättigten Markts auf. Der Bedarf der Bevölkerung an Waren war weitestgehend gedeckt und die Nachfrage stagnierte. Dementsprechend stagnierte auch das Wachstum in den Marktsegmenten. 
Also mussten neue Strategien her, um das Wachstum wieder anzukurbeln. Ohne das Angebot einzuschränken, sollte die Nachfrage gesteigert werden. Dies war auch der Zeitpunkt, an dem das Thema Marketing sich an den Universitäten zeigte. 1968 wurde an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster der erste Lehrstuhl für Marketing eingerichtet.
Wie Marketing funktioniert
Marketing beschäftigt sich viel mit der Psychologe des Menschen. Wodurch wird Kaufverhalten ausgelöst? Wie können (Kauf-)Reize gesetzt werden? – Reine Mund-zu-Mund-Propaganda reicht schon lange nicht mehr für den Erfolg aus. Dazu ist die Konkurrenz auf dem Markt zu groß. Somit steht die Zwischenmenschliche Kommunikation stärker im Fokus. Die Analyse der eigenen Zielgruppe verspricht dabei, diese gezielter ansprechen zu können und am Ende mehr Erfolg beim Verkauf zu haben.
Mit der wichtigste Punkt beim Marketing ist es, sich ständig ins Bewusstsein seiner Zielgruppe zubringen. Nur wer gesehen wird, kann auch von sich überzeugen und erfolgreich werden.
Ganz nach diesem Prinzip ist zu beobachten, wie die Anzahl der Werbebotschaften täglich ansteigt. Alleine von 1950, wo die Anzahl täglicher Werbebotschaften bei etwa 300 lag, stieg sie in den letzten Jahren auf 5000 Werbebotschaften an. Mittlerweile liegen die Schätzungen der täglichen Werbebotschaften zwischen 10.000 und 13.000, die auf jeden Bundesbürger einprasseln.
Wiederholung wirkt
Auch wenn sich so manch einer immun gegen Werbung währt, die ständige Wiederholung wirkt dennoch. Dabei werden möglichst viele Kanäle parallel verwendet. Ob im Fernseher, Radio oder auf großen Plakatwänden – Werbebotschaften sind allgegenwärtig. 
Und nicht immer sind es nur die teuren Werbeflächen, die meist eh nur von größeren Unternehmen genutzt werden können. Auch im Kleinen gilt mittlerweile fast jede Fläche als potentielle Werbefläche. Gerade Start-Ups oder Privat-Personen nutzen Möglichkeiten wie Flyer oder Aufkleber drucken lassen, um eigene Botschaften in hoher Auflage auf kleiner Fläche unterzubringen. Gerade letzteres wird immer öfter dafür genutzt, Werbebotschaften auch auf PKW anzubringen. Somit ist die Landschaft an Werbeflächen noch einmal ein Stück größer geworden.
Emotionen nutzen
Es ist jedoch nicht nur die ständige Wiederholung für die positive Auswirkung auf das Kaufverhalten verantwortlich. Es sind vor allem die dabei angesprochenen Emotionen. Mit am besten wirkt humorvolle Werbung. Humorvolle Werbung erfährt insbesondere auch eine stärkere Akzeptanz bei den angesprochenen Personen. Jedoch ist die Art der angesprochenen Emotionen stark in Abhängigkeit des Produktes zu wählen. Handelt es sich um ein seriöses Produkt, das von sich aus schon mit starken Argumenten überzeugt, können humorvolle Elemente störend wirken.
Außerdem besteht bei Humor auch die Gefahr, dass er nicht erkannt wird, insbesondere wenn ironische Aspekte aufgenommen werden.
Was im Marketing ebenso häufig anzutreffen ist, ist die Nutzung der Erotik in der Werbebotschaft. Nach dem Motto „sexs sells“ werden bevorzugt gut aussehende Personen gezeigt, die das umworbene Produkt präsentieren.
Allerdings lässt sich hier langsam ein Umdenken erkennen. Das in der Werbung dargestellte Frauenbild wird immer häufiger kritisiert und als sexistisch und teilweise sogar erniedrigend gewertet. Wie lange es noch als angebracht gelten wird, fast entblößte Frauenkörper zu zeigen bleibt abzuwarten. Dennoch ist auch zukünftig davon auszugehen, dass dem Schönheitsideal entsprechenden Personen auf den Werbeplakaten der Vorzug gegeben wird.
Das Gesamtkonzept im Blick
Damit Marketing funktioniert muss es als Gesamtkonzept Betrachtung finden. Die Werbung ist ein Teil des Konzepts. Doch um die Wirksamkeit zu erhöhen, gilt es, für jede Werbung einen Wiedererkennungswert zu schaffen. Dies ist nur umsetzbar, wenn vorher eine Marke erschaffen wurde.
An dieser Marke orientieren sich dann alle weiteren Marketingmaßnahmen des Unternehmens. Die komplette Strategie wird danach ausgelegt, welches Ziel und welche Botschaft durch das Produkt beziehungsweise auch durch das Unternehmen dargestellt werden soll. Fragen, wofür das Unternehmen steht, welche Werte es vertritt und welche Ziele vertreten werden, müssen ganz zu Anfang klar beantwortet werden.
Entsprechend müssen die Produkte zum geschaffenen Image des Unternehmens passen. Wirbt ein Unternehmen für Umweltschutz und verpackt jedes seiner Produkte dreifach in Plastik und lässt es in einem Dritte-Welt-Land unter umweltschädlichen Bedingungen produzieren, verliert es seine Glaubwürdigkeit. – Botschaft und Handeln müssen also kongruent sein.
Wird die Unternehmendphilosophie allerdings nicht nur nach außen geworben, sondern auch gelebt, lassen sich die Produkte entsprechend gut vermarkten. Wichtig ist dann durch ein Corporate Design Wiedererkennungswert zu schaffen. Markenlogo, Farben, Schrifttypen und ähnliches gehören zu den vielen kleinen Bausteinen, die letztendlich ebenso für den späteren Erfolg mitverantwortlich sind.

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