Online: 01.11.2017

Wie werde ich Feuerwehrmann?

Wie werde ich Feuerwehrmann? „Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann.“ Diesen Satz hören viele Eltern auch heute noch. Das kommt nicht von ungefähr, denn die Blauröcke haben alles zu bieten, was einen faszinierenden Beruf ausmacht: Technik, Action, Uniform und vor allem den mutigen Einsatz für Mensch und Tier. Aber auch die Erwachsenen wissen, was sie an ihren Feuerwehrleuten haben. Seit vielen Jahren ist das Ansehen in der Gesellschaft enorm.

2015 erklärten bei einer repräsentativen Umfrage 95 Prozent der Befragten, dass sie dem Beruf des Brandbekämpfers ein sehr hohes oder hohes Ansehen entgegenbringen. Damit stehen diese Helfer an einsamer Spitze, sogar deutlich vor Ärzten und anderen herausragenden Tätigkeiten. Berufsfeuerwehrmann oder -frau zu werden ist gar nicht so einfach, denn die Anforderungen sind hoch. Doch das muss niemand daran hindern, sich für die Mitmenschen einzusetzen, denn in Deutschland liegt der Brandschutz weitgehend auf den Schultern von Freiwilligen.

Den rund 100000 Berufsfeuerwehrleuten in größeren Städten stehen mehr als eine Million aktive Ehrenamtliche in 23000 Freiwilligen Feuerwehren gegen- über. Der normale Weg zum aktiven Feuerwehrangehörigen führt über die Nachwuchsorganisationen, also die Floriangruppen und Jugendfeuerwehren. Wenn auch nicht jede kleine Ortswehr über solche Gruppierungen verfügt, in der Nähe findet sich immer eine, die Nachwuchsarbeit betreibt. Jungen und Mädchen sind überall und gleichermaßen willkommen.

Mit 16 Jahren können Heranwachsende als Anwärterinnen oder Anwärter in den aktiven Dienst übernommen werden. Dann beginnt eine längere und mehrteilige Ausbildung. Denn ohne entsprechende Fähigkeiten wird niemand in Einsätze geschickt. Große Bedeutung kommt aber auch anderen Personengruppen zu. Ob Rückkehrer in den Landkreis oder Zugezogene: Mitmachen ist immer möglich, und Freiwillige sind bei allen Wehren willkommen. Herkunft, Bildung oder Beruf spielen keine Rolle, man muss sich nur einbringen und zupacken können. Aktiver Dienst, also die Teilnahme an Einsätzen, ist in Niedersachsen bald bis zum vollendeten 67. Lebensjahr möglich (derzeit noch 63).

Die Ausbildung lohnt sich damit auch für Bürger, die jenseits der 40 oder 50 sind. Darüber hinaus können sich Interessierte auch als Fördernde Mitglieder oder in den Altersabteilungen der Ortswehren engagieren, denn helfende Hände werden nicht nur im Einsatz gebraucht.

 

... zur Gesamtausgabe

^ Seitenanfang