Online: 30.07.2018

Die Zeiten mögen sich ändern, doch auch 2018 sind Werbemaßnahmen für Betriebe und Unternehmen so wichtig, wie eh und je. Was sich allerdings verändert, ist die Form der Werbemaßnahme. 

Die beliebtesten Werbemittel 2018

ZoomAbbildung 1: Online-Werbung hat den großen Vorteil, dass sich ihr Erfolg messen lässt.

War es früher völlig obligatorisch, Anzeigen in verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen, vielleicht noch in der Apothekenzeitschrift und dem Gemeindeblatt zu veröffentlichen, fragen sich viele Betriebe, ob diese Werbemöglichkeiten überhaupt noch etwas bringen. Auf der anderen Seite stehen das Internet, soziale Netzwerke und TV-Spots. Dieser Artikel schaut sich die einzelnen Werbefelder einmal an und prüft, wo die Vor- und Nachteile liegen und inwieweit ein Effekt messbar ist. 
 
Online-Werbung
Die Online-Werbung ist heute für jedes Unternehmen wichtig. Obgleich natürlich zu sagen ist, dass diese Form der Werbung so vielseitig ist, wie kaum eine andere. Bereits die bloße Homepage eines Unternehmens zählt zu diesem Bereich, denn die hierdurch mit zu erreichende Sichtbarkeit in den Suchmaschinen kann bares Gold wert sein. Darüber hinaus gibt es weitere Werbemöglichkeiten: 
- Werbeanzeigen - auch in den Suchmaschinen, auf Videoseiten, Fotoportalen und sozialen Netzwerken gibt es die Möglichkeit, Werbeanzeigen zu buchen. Diese Pay-per-Click-Werbung kann vom Unternehmen recht genau gesteuert und festgelegt werden, auch kann das Höchstbudget je Tag oder für die gesamte Laufzeit bestimmt werden. Um gute Anzeigen zu generieren, ist aber Vorwissen notwendig. Jedes Portal oder Netzwerk hat andere Vorgaben, zudem unterscheidet sich die Zielgruppe massiv. In der Regel müssen zuerst einige Testballons genutzt werden, um eine gute Anzeige zu generieren. Die Vorteile: Jede Anzeige lässt sich genau nachverfolgen, sodass prüfbar ist, ob sie einen Nutzen hat oder nicht. Die Nachteile: Sie eignen sich nicht für jedes Unternehmen. Kunden, die auf die Anzeige aufmerksam werden, müssen längst nicht klicken oder tatsächlich etwas kaufen. Außerdem muss heute die DSGVO beachtet werden.
- Suchportale - für viele Branchen ist es ungemein wichtig, in den entsprechenden Suchportalen aufzutauchen. Das können Handwerks-, Arzt-, aber auch Lieferdienstportale sein. Die Vorteile der entsprechenden Einträge, die kostenlos oder kostenpflichtig sein können, sind, dass sich auf den Portalen auch gleich die entsprechenden Kunden aufhalten. Wer nach einem Arzt online sucht, schaut sich Ergebnisse und Patientenmeinungen auf einem solchen Portal an. Nachteile: Die Einträge sollten gepflegt werden. Das heißt mitunter, auf Kritik einzugehen. 
- Soziale Netzwerke - je nach Betrieb lassen sich neue Kunden über die sozialen Netzwerke generieren. Allerdings ist die Pflege der Seiten überhaupt nicht so einfach, wie viele sich das vorstellen. Um Menschen auf sich aufmerksam zu machen und sie zum Folgen zu bewegen, müssen immer wieder interessante und unterhaltsame Einträge veröffentlicht werden. Hier darf nicht der Fehler gemacht werden, ein Posting gleich auf mehreren Netzwerken zu verwenden. Überall ist die Zusammensetzung der Follower unterschiedlich und ein Post, der auf Instagram Erfolg hat, kann auf Facebook dazu führen, Fans zu verlieren. 
Die Online-Werbung ist die, die sich sehr gut nachverfolgen und kontrollieren lässt. Dennoch ist sie auch auf Langfristigkeit ausgelegt und bedeutet für ein Unternehmen viel Arbeit. Gerade die Accounts in den sozialen Netzwerken müssen gut betreut sein, um interessant zu bleiben. 
 
Werbegeschenke und andere Offline-Werbung
Jeder liebt Geschenke - Kunden auch. Werbegeschenke sind wunderbare Mittel zur langfristigen Kundenbindung, jedoch auch, um neue Kunden von sich zu begeistern. Sie sind deutlich günstiger als Fernseh- oder Printwerbung und haben bei richtiger Auswahl einen großen Effekt. Bequem und schnell können hier zum Beispiel online Werbeartikel wie Kalender oder Planer gedruckt werden. Die Möglichkeiten sind bei Werbegeschenken sehr groß:
- Kundenbindung - »kleine Geschenke erhalten die Freundschaft«. Betriebe können diesen Spruch für sich nutzen und langjährigen Kunden zwischendurch eine zu ihnen passende Aufmerksamkeit zukommen lassen. Aber Vorsicht: Kauft ein Kunde im örtlichen Tiergeschäft seit Jahren Hundefutter, aber das Geschenk bezieht sich auf Katzen, geht der Effekt verloren. 
- Kundenakquise - auf Messen, auf örtlichen Festen oder Veranstaltungen können kleinere Geschenke auch zur Akquise herangezogen werden. 
- Neukunden - ein kleines Werbegeschenk kann auch einen Neukunden zusätzlich begeistern. Diesen Weg kann nahezu jeder Betrieb gehen. So kann der Friseur Neukunden eine mit dem Salonlogo bedruckte Haarkurprobe mitgeben, der Gartenversand bei der Erstbestellung eine faltbare Gießkanne oder ein Samenpäckchen beilegen. 
Flyer können manchmal ebenfalls sinnvoll eingesetzt werden. Hier kommt es aber ganz auf die Gegebenheit und den Betrieb an. Das bloße Verteilen von Flyern in der Innenstadt oder am Eingang von Konzerthallen führt in den meisten Fällen dazu, dass der Flyer im nächsten Papierkorb landet. 
 
Print- und TV-Werbung
Selbst heute ist die Print- und TV-Werbung noch von Interesse. Es ist natürlich unternehmensabhängig: 
- Printwerbung - mit ihr können gerade Unternehmen punkten, die auf eine regionale Kundschaft angewiesen sind. Restaurants, Ärzte, Friseure, Masseure oder andere Lokalitäten sollten immer wieder Anzeigen in den Tageszeitungen der Region und in den Wochenzeitungen schalten. Auf eine mediale Präsenz ist natürlich ebenfalls nicht zu verzichten. Der Vorteil an dieser Werbung ist, dass sie recht kostengünstig ist und gleich die Personen anspricht, die sich ohnehin in der Gegend bewegen. Für überregionale Betriebe oder Produzenten, deren Kundschaft am anderen Ende des Landes oder im Ausland sitzt, ist diese Werbevariante höchstens in der überregionalen Variante sinnvoll. 
- TV-Werbung - diese Werbeform schließt zumeist kleinere Betriebe aus. Eine Ausnahme machen eventuell kleinere Logo-Einblendungen im Regionalfernsehen, doch richtige TV-Spots sind für viele Betriebe schlichtweg nicht bezahlbar. Die Kosten der Fernsehwerbung berechnen sich nach der Zeit der Ausstrahlung und der Dauer des eigentlichen Spots. 20 Sekunden können mühelos zwischen 2.500 und 70.000 Euro kosten, wer während der Halbzeit eines Fußballspiels oder Großereignisses ausgestrahlt werden möchte, zahlt leicht das Doppelte. Und der Betrag berechnet sich pro Sender und beinhaltet noch nicht die Kosten, die für die Herstellung des Spots anfallen. 
Die Vorteile der Printwerbung sind, dass über die Auswahl der Zeitungen ziemlich genau festgelegt werden kann, dass die Zielgruppe die Anzeige sieht. Für reine Online-Betriebe lohnt sich die Variante jedoch wiederum nicht, da die wenigsten Kunden die Zeitung lesen und danach die Webseite aufrufen. TV-Werbung lohnt sich insbesondere für Großunternehmen zum Branding oder kann, gut aufbereitet, für regionale Unternehmen im Regionalfernsehen Wirkung zeigen. Bei beiden Varianten ist der Erfolg aber nur indirekt messbar.
 
Fazit - Werbung findet neue Wege
Heute müssen Unternehmen diverse Mittel ausschöpfen, wenn sie sinnvoll und mit Erfolg werben möchten. Die bloße Konzentration auf Printwerbung lohnt sich kaum noch, auch TV-Werbung verliert in den Zeiten von Streamingdiensten ihren Wert. Werbemaßnahmen müssen ein Zusammenspiel aus allen Faktoren sein, stets darauf bedacht, eben dort genau die Kunden abzuholen, die sich an diesem Platz wiederfinden. 
Bildquellen:
Abbildung 1: @ PhotoMIX-Company (CC0-Lizenz) / pixabay.com
Abbildung 2: @ narciso1 (CC0-Lizenz) / pixabay.com
 

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