Online: 17.12.2017 - ePaper: 18.12.2017

Kurve Wustrow bildete Geflüchtete weiter

Wustrow. In der Bildungseinrichtung Kurve in Wustrow sind kürzlich 15 Flüchtlinge zu einem Grundkurs in gewaltfreier Konfliktbearbeitung zusammengekommen, darunter auch zwei aus der Region. Auf die Frage, warum er teilnimmt, erzählte ein Teilnehmer aus Lüchow: "Wenn ich mit meinen Freunden Arabisch spreche, denken andere oft, dass wir streiten. Aber wir streiten gar nicht. Ich möchte das anderen erklären."

Bei der Fortbildungsreihe kooperiert die Bildungseinrichtung mit dem Friedenskreis Halle und dem Friedensdienst Eirene. In acht Modulen lernen die Teilnehmer, wie sie Konflikte konstruktiv lösen können. Begleitet werden sie von einem dreiköpfigen Team, das Erfahrungen in den Bereichen Familientherapie, Mediation, konstruktive Konfliktbearbeitung und Umgang mit Traumata mitbringt.

Ziel des Kurses ist es, dass Geflüchtete sich stärker in Deutschland bei der Bearbeitung von Konflikten einbringen. "Da viele der Menschen aus Konfliktregionen kommen und teilweise viel Gewalt erlebt haben, will der Kurs eine Möglichkeit bieten, friedliche Formen der Konfliktlösung zu erlernen", heißt es.

Im November fand der erste Teil in Halle statt. In Wustrow erfuhren die Teilnehmer mehr über die Friedensarbeit, die Ausstellung "Stadt, Land, Flucht" des Museums Wustrow, das Dorfprojekt Hitzacker und die lokale Unterstützungsarbeit für Geflüchtete. Die Fortbildung findet in Kooperation mit der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden statt und wird aus Mitteln der Evangelischen Kirche und der Hannoverschen Landeskirche gefördert. by



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