Online: 20.12.2017 - ePaper: 21.12.2017

Finanzamt Lüchow: Minister zuversichtlich

Lüchow. Das Lüchower Finanzamt, eines der kleinsten in Niedersachsen, könnte zu einer Außenstelle eines anderen Finanzamtes degradiert werden (EJZ berichtete). Nun betont der neue Landesfinanzminister Reinhold Hilbers (CDU) allerdings, sein Ziel und jenes der neuen Landesregierung sei es, "die Finanzämter in Niedersachsen voll einsatzfähig aufzustellen und zugleich die Präsenz der Landesverwaltung in Niedersachsen und der Fläche zu bewahren". Das hat Hilbers in einem Schreiben an Rosalinde Klappstein, die Lüchow-Dannenberger FDP-Vorsitzende, formuliert. Die hatte Hilbers angeschrieben und namens des Kreisverbandes der Liberalen gefordert, die Eigenständigkeit des Finanzamtes Lüchow zu erhalten. "Eine Schließung oder auch Zusammenlegung mit dem Finanzamt Uelzen wäre für unsere Region absolut schädlich", betonte Klappstein. Das Finanzamt decke "eine sehr große Fläche ab und ist zur Gewährung der Kundenfreundlichkeit unverzichtbar". Zudem sei "bekannt, dass Zusammenlegungen keine großen Spareffekte" hätten.

Im Koalitionsvertrag sei das Ziel formuliert, "die Finanzamtsstandorte zu erhalten", heißt es in Hilbers' Antwort. Von diesem Ziel werde er "nicht abrücken" und sei "zuversichtlich, dass der Standort des Finanzamts Lüchow fortbestehen und der Landkreis Lüchow-Dannenberg (...) keine Schwächung erfahren" werde. Korrekt sei, dass die vorherige Landesregierung die Struktur der niedersächsischen Finanzämter habe untersuchen lassen. Eine Arbeitsgruppe schließe ihre Arbeit in Kürze mit Vorschlägen ab. Zu Beginn des neuen Jahres würden "denkbare Handlungsoptionen bekannt sein", schreibt der Minister. Die neue Landesregierung werde sich dann "ein eigenes Bild sowohl über die strukturellen Herausforderungen für die niedersächsische Finanzamtslandschaft als auch über die Vorschläge machen und dann entscheiden, ob Veränderungen notwendig sind". bp



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