Online: 27.12.2017 - ePaper: 28.12.2017

Herdenschutz gegen Wölfe erweitert

Lüchow-Dannenberg. Das Niedersächsische Umweltministerium (NMU) hat die "Förderkulisse Herdenschutz" mit Wirkung zum 6. Dezember auf ganz Niedersachsen ausgedehnt. Halterinnen und Halter von Schafen, Ziegen und Gatterwild können nun landesweit mit Unterstützung des Landes dauerhaft wirksame wolfsabweisende Präventionsmaßnahmen umsetzen. Gefördert werden 80 Prozent der Materialkosten, teilt das NMU mit.

Tierhalter können demnach bis zu 30000 Euro pro Jahr und Betrieb für Präventionsmaßnahmen beantragen. Künftig sollen auch Hobby-Tierhalter in der "Richtlinie Wolf" berücksichtigt werden. "Das ist ein weiterer Baustein zum Thema Umgang mit dem Wolf. In den nächsten Wochen werden wir an einer zügigeren und einfacheren Schadensregulierung bei Nutztierschäden arbeiten. Optische Rissbegutachtungen sollen dann als Standardverfahren etabliert werden. In Summe wollen wir Weidetierhalter besser unterstützen", sagt Umweltminister Olaf Lies (SPD).

Anträge zur finanziellen Unterstützung bei der Umsetzung wolfsabweisender Zäune oder für die Anschaffung von Herdenschutzhunden können beim Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) gestellt werden. Auf der Website des Wolfsbüros (www.wolfsbuero.nlwkn.niedersachsen.de) finden Interessierte sämtliche Informationen und können sich die Antragsunterlagen herunterladen. Bei Fragen zum Herdenschutz oder zur Antragstellung können sich Tierhalter außerdem jederzeit (in der Geschäftszeit) direkt an das Wolfsbüro wenden. Entweder per E-Mail an herdenschutz@nlwkn-h.niedersachsen.de oder telefonisch unter (0511) 30343034. ejz



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