Online: 04.03.2018 - ePaper: 05.03.2018

Vom Sinn der Musik: Die 32. Musikwoche Hitzacker ist eröffnet

Hitzacker. Die Nacht, sie ist das Thema der 32. Musikwoche Hitzacker. Und vielleicht, weil die Nacht das Land des Traumes ist, des Teils der Welt, der jenseits der Rationalität und des Zweckdenkens des Alltags steht und aus dem auch die Kunst und Musik herkommen, sprach Dr. Dörte Schmieta bei ihrer Begrüßung die Frage nach dem Einfluss von Kunst auf die Gesellschaft an. Kann Kunst einwirken, "darf und soll sie das überhaupt", fragte die Vorsitzendes des Trägervereins des Hitzackeraner Winterfestivals. Und antwortete unter anderem mit Aristoteles, der Kunst als Mimesis, als "Nachahmung der Welt mir dem Ziel der Katharsis" bezeichnet habe, als Mittel, "Dinge zur Erscheinung zu bringen, die uns alle umtreiben". Doch Kunst, so Dörte Schmieta, lasse Dinge entdecken, "die wir vorher nicht gesehen haben". Ihre Bedeutung liege im "visionären Horizont, den sie uns eröffnet."

Mit Napoleon Bonaparte und dessen Satz von der Musik, die "von allen Künsten den tiefsten Einfluss auf das Gemüt" habe und die der Gesetzgeber "deshalb am meisten unterstützen" solle, ging Dörte Schmieta dann zu den materiellen Voraussetzungen von Kunst über und bedankte sich bei den Vertretern der Sponsoren aus dem öffentlichen und privaten Sektor. Sie alle zeigten den Aktiven der Musikwoche und nicht nur diesen, "dass es sich lohnt, die Musikwoche und damit Hitzackers Ruf als Festivalhochburg zu unterstützen". tj



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