Online: 13.03.2018 - ePaper: 14.03.2018

Mahnwache in Dannenberg: Erinnerung an Fukushima

Dannenberg. Sieben Jahre ist es her, dass im japanischen Fukushima Unfassbares passierte: die Kernschmelze in einem Atomkraftwerk. An dieses Unglück erinnerten am Montag rund 120 Teilnehmer einer Mahnwache auf dem Dannenberger Marktplatz. Aufgerufen zu der Kundgebung hatten die Mahnwachen-Organisatoren, die Bäuerliche Notgemeinschaft und die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI). "Immer noch tritt unkontrolliert Strahlung aus der Ruine aus, immer noch strömt verseuchtes Wasser ins Meer und der Boden ist kontaminiert. Und während die Menschen in eine ungewisse Zukunft voller Gesundheitsrisiken schauen, werden sie von der Regierung schon wieder in die strahlenden Zonen zurückgeschickt", erklärte Herbert Schaper-Biemann für die Mahnwache und widersprach damit der offiziellen Darstellung, dass sich das Leben in und um Fukushima bereits wieder normalisiere. Informationen direkt aus Japan, von dortigen Anti-Atom-Aktivisten, präsentierte der BI-Vorsitzende Martin Donat: Der Versuch, "Normalität vorzugaukeln", verfolge das Ziel, bis 2020 zu den Olympischen Spielen in Tokio Fukushima vergessen zu machen: "Dass das nicht gelingt, daran arbeiten wir", sagte Martin Donat.ejz



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