Online: 12.04.2018 - ePaper: 13.04.2018

Bei Kapern gefundener Wolf wurde erschossen

Gartow. Der Wolf, der am 6. April an der B 493 zwischen Kapern und Gartow tot aufgefunden wurde, ist erschossen worden. Das haben die forensischen Untersuchungen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin ergeben. Das hat das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) mitgeteilt. Bei der Untersuchung wurde im Kadaver des toten Rüdens ein Teilmantelgeschoss gefunden. Der Todeszeitpunkt lag vermutlich etwa eine Woche vor dem Fund des Kadavers. Es handelt sich bei dem Wolf nicht um ein ausgewachsenes Tier, wie zunächst vermutet, sondern um ein Jungtier. Die Auswertung der DNA-Analyse im Senckenberg-Institut in Gelnhausen bei Frankfurt, dem nationalen Referenzlabor für Wolfsgenetik, steht noch aus. Damit können eventuell auch Aussagen zur Rudelzugehörigkeit getroffen werden. Das Polizeikommissariat Lüchow ermittelt in dem Fall. Für die illegale Tötung eines Wolf sieht das Bundesnaturschutzgesetz als Strafrahmen eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor. ejz



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