Online: 16.05.2018 - ePaper: 17.05.2018

Scharfe Kritik an Geldern für Gorleben

Gorleben. Dei hiesige Bundestagsabgeordnete Dr. Julia Verlinden (Bündnis90/Die Grünen) übt scharfe Kritik daran, dass Steuerzahler weiterhin für die Atomanlagen in Gorleben zahlen müssten: "Die Atomkraftwerksbetreiber haben 23 Milliarden Euro an die Bundesrepublik Deutschland gezahlt, um sich von allen atomaren Abfällen und deren Entsorgung frei zu kaufen, aber die Grundstücke in Gorleben und die dazu gehörigen Salzrechte behält die Gesellschaft zur Aufarbeitung von Kernbrennstoffen (DWK) als Faustpfand. Und dafür müssen die Steuerzahler auch noch jährlich 43000 Euro Pacht für das Bergwerksgelände an die DWK bezahlen", ärgert sich Verlinden. Noch mehr verwundert sie, "dass der Bund 2015 die einmalige Zahlung von 277697 Euro für die Nießbrauchrechte an den Salzrechten an die DWK geleistet hat. Im Jahre 2015 waren die alten Nießbrauchverträge mit rund hundert Grundeigentümern über dem Salzstock ausgelaufen." Ungeklärt bleibe auch, warum diese Verträge verlängert wurden und eine erneute Entschädigung gezahlt wurde, "obwohl klar war, dass in den nächsten 20 Jahren in Gorleben nicht weiter in Sachen Atommülllagerung erkundet wird. ejz



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