Online: 17.05.2018 - ePaper: 18.05.2018

Verlinden lobt Arbeit im Atomgremium zum Thema Gorleben

Gorleben. Das Nationale Begleitgremium, das den Auswahlprozess für einen Atommülllager-Standort öffentlich begleitet, hat seinen ersten Bericht an Abgeordnete des Deutschen Bundestages übergeben. Darauf weist die hiesige Grünen-Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden hin. Das neunköpfige Gremium unter Vorsitz von Professor Dr. Klaus Töpfer und Professorin Dr. Miranda Schreurs hat darin Empfehlungen für die Endlagersuche an die Politik formuliert. "Das Gremium gibt in seinem Bericht wichtige Hinweise zur Öffentlichkeitsbeteiligung. Zum Beispiel ist es sehr gut, dass das Gremium nachdrücklich die Verabschiedung eines Geowissenschaftsdatengesetzes fordert, damit von Unternehmen erhobene Geodaten öffentlich zugänglich werden. Seit einem Jahr ist das Gesetz geplant. Doch es wird zurzeit von der Bundesregierung verzögert", erklärt Verlinden.

Sie begrüßt zudem, dass sich das Gremium Gedanken über die Zwischenlagerung von Atommüll gemacht habe und empfehle, ein neues Zwischenlager-Konzept gemeinsam mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zu erarbeiten. Verlinden: "Denn für die lange Zeit bis zum Bau eines Endlagers müssen geeignete Zwischenlager-Lösungen entwickelt werden."

Auch in der Gorleben-Frage lobt die Grünen-Abgeordnete das Begleitgremium, da es sich sehr für die Aufarbeitung der Fehler in der Vergangenheit einsetze. ejz



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