Online: 30.07.2018 - ePaper: 30.07.2018

Rat Bergen: Kein Fortschritt mit Immobilien

Bergen. Der Gemeinderat in Bergen gönnt sich keine Sommerpause. Nicht mit Badefreuden, sondern mit der Zukunft von gemeindeeigenen Immobilien beschäftigten sich die Ratsmitglieder vor Kurzem. Einige Immobilien, die der Gemeinderat lieber heute als morgen los werden würde, stehen seit Jahrzehnten auf der Streichliste. Sehr viel weiter ist man auch jetzt nicht vor zahlreichen Zuhörern in der Ratssitzung gekommen. Das Rathaus gehört zu den Gebäuden, die der Rat gern verkaufen möchte. Es gab immer mal wieder Interessenten, die auf die Vermarktung durch ein Kreditinstitut ansprachen. Ein Ergebnis gab es jedoch nie. Jetzt will die Gemeinde noch einmal selbst versuchen, das Gebäude zu veräußern. Künftig soll der Sitz der Gemeindeverwaltung auf jeden Fall in der ehemaligen Grundschule sein. Für deren Umnutzung gibt es jetzt grünes Licht. Der Förderbescheid sei da, erklärte Bürgermeisterin Heidi Schulz (parteilos) in der Ratssitzung. Damit kann die energetische Sanierung finanziert werden, die für eine zukünftige Nutzung erforderlich ist. Bis zum Mai des nächsten Jahres muss diese Sanierung abgeschlossen sein. Sorgenkind Nummer drei ist die ehemalige Bücherei. Auch über deren Zukunft machen sich die Gemeindeverantwortlichen schon lange Gedanken. Soll eine Nutzung als Wohnraum in Frage kommen? Dann müsste es ein Umnutzungsverfahren geben, das Geld kostet. Geld, das die Gemeinde lieber nicht mehr in das Gebäude stecken würde. Oder könnte die Bücherei als Veranstaltungsort in Frage kommen, eventuell im Zusammenhang mit der neuen Nutzung der Grundschule? Findet sich ein Interessent, der mit dem aktuellen Zustand zurecht käme? Antworten auf diese Fragen gab es in der Ratssitzung nicht. Die hofft man, in der nächsten Ratssitzung geben zu können. Beschlossen wurde die Überlassung einer Bodenfläche in Malsleben, bei dem es sich wohl um einen ehemaligen Kirchsteig handelt. Im Tausch für eine gleich große Fläche, die brach bleiben soll, könnte das Gemeindeareal jetzt beackert werden. Verkaufen will die Gemeinde die Fläche jedoch nicht. Das Schützenhaus, das in Bergen offenbar viele Menschen beschäftigt, kam dagegen erst in der Einwohnerfragestunde zur Sprache. Von Zuhörern wurden Reaktionen der Kommune auf die Vorwürfe der neuen Eigentümerin angemahnt.fk



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