Online: 28.08.2018

Zoff um Regisseur

Disney legt Planung für “Guardians of the Galaxy 3” auf Eis - kein Starttermin

Erst hat Disney den Regisseur Games Gunn wegen abfälliger Tweets gefeuert, jetzt ist die Zukunft des gesamten Guardians-Projekts um Schauspieler Chris Pratt ungewiss.

Eigentlich ist der Marvel-Blockbuster ein Riesenerfolg: Chris Pratt ballert sich als Abenteurer Peter Quill in Teil 1 und 2 von “Guardians of the Galaxy” Sprüche klopfend mit seinem Achtziger-Jahre-Mixtape durchs Universum. Die Fans gefällt's: Bisher hat das Franchise etwa 1,6 Milliarden Dollar eingespielt. Der Starttermin für Teil 3 mit den Hauptdarstellern Chris Pratt, Dave Bautista and Zoe Saldana war für 2020 geplant, alle wollten auf der Erfolgswelle weiterreiten. Nun aber liegt das Projekt auf Eis, wie der Hollywood Reporter berichtet.

Der Grund für die Entlassung: Tweets von Regisseur James Gunn

Denn bereits im Juli hat der rechts-konservative Blog “Daily Caller” alte Tweets von Guardians-Regisseur James Gunn wieder an die Oberfläche geholt. Die Beiträge stammten aus den Jahren 2008 und 2001, wie der Hollywood Reporter berichtet. James Gunn hatte darin unter anderem Witze über Pädophilie und Vergewaltigung gemacht und sich abwertend über den 11. September geäußert. Inzwischen hat sich Gunn über Twitter von diesen Aussagen distanziert. Doch zu spät: Der Regisseur wurde gefeuert. Die Schauspieler stärkten Gunn mit einem offenen Brief den Rücken, doch auch nach einem Treffen mit Studio-Boss Alan Horn blieb Disney hart.

Unterbrechung der Produktion: nur temporär oder langfristig?

Laut Hollywood Reporter sollen Crewmitglieder des Guardians-Projekts, die schon mit der Vorbereitung für die Produktion von Teil 3 begonnen haben, wieder entlassen worden sein. Andererseits sei dieser Produktionsstopp eher als eine Phase der Neugruppierung anzusehen. Denn Disney muss sich nun auf die Suche nach einem neuen Regisseur begeben.

Von Geraldine Oetken / RND

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