Online: 02.09.2018

Buchtipps

”Dinner mit Edward” und mehr Buchtipps

Drei miteinander verwobene Geschichten in dem Debütroman eines großen Talents, eine einfühlsam geschilderte wahre Geschichte samt vieler feiner Menüs, und eine Erzählung darüber, wie sehr der Nordirlandkonflikt noch immer Leben prägt: die Buchtipps von Martina Sulner.


Lisa Halliday: Asymmetrie. So einiges ist hier unausgewogen - etwa die Affäre zwischen der Studentin Alice und dem viel älteren, berühmten Autor Ezra, für den Philip Roth Pate stand. Drei miteinander verbundene Geschichten erzählt Halliday in ihrem Debütroman, der teils etwas überambitioniert wirkt. Dennoch: Dies ist der Auftritt eines großen Talents.

Lisa Halliday

Lisa Halliday: Asymmetrie

Isabel Vincent: Dinner mit Edward. Als die kanadische Journalistin nach New York kommt, lernt sie den Witwer Edward kennen. Der weiß: Ein gutes Essen in Gesellschaft kann trösten - selbst eine Frau, deren Ehe sich dem Ende neigt. Nüchtern, aber dennoch einfühlsam schildert Vincent eine wahre Geschichte (und einige feine Menüs) und macht Lust, mal wieder für Freunde zu kochen.

Isabel Vincent

Isabel Vincent: Dinner mit Edward

Bernard MacLaverty: Schnee in Amsterdam. Nach langer Ehe will sich Stella von ihrem Mann Gerry (Typ: sympathischer Trinker) trennen. Der in Belfast geborene MacLaverty erzählt aus der Sicht beider Figuren, wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Eindrücklich zeigt er, wie stark der Nordirlandkonflikt das Leben der zwei Katholiken geprägt hat und noch immer nachwirkt.

Bernard MacLaverty

Bernard MacLaverty: Schnee in Amsterdam

Von Martina Sulner

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