Online: 03.09.2018

Uhren

IFA 2018: Das sind die neuen Smartwatches

Smartwatches gibt es für jeden Anspruch: für Technikverliebte, Sportler, Outdoor-Fans oder Modebewusste. Auf der Technikmesse IFA gibt es sogar Smartwatches für Menschen, die eigentlich keine haben wollen.

Smartwatches werden immer autonomer. Das zeigt ein Blick auf neue Modelle, die auf der Technikmesse IFA in Berlin zu sehen sind. Welche neuen Notebooks dort vorgestellt wurden, lesen Sie hier. Mehr zu den neuen Smartspeakern finden Sie hier.

So hat die Fossil-Gruppe in Berlin neue Uhren mit eigenem GPS-Modul vorgestellt, die Distanzen ohne ein verbundenes Smartphone messen, Routen aufzeichnen und auf dem Display darstellen können. Darunter ist die minimalistisch designte Skagen Falster 2 (SKT5100), die Lifestyle und Sport verbinden soll. Dank eines eingebauten NFC-Chips kann der Nutzer mit der Falster zum Beispiel via Google Pay beim Einkaufen auch kontaktlos zahlen. Für Sportler bringt die Uhr eine Herzfrequenzmessfunktion mit. Außerdem ist sie wasserdicht ausgelegt - der Hersteller verspricht, dass man die Falster 2 beim Schwimmen problemlos anbehalten kann. Einen Preis nannte Fossil noch nicht.

Fashion-Smartwatch von Sony

Auf der Falster 2 läuft Googles Wear OS. Der Internetkonzern hat das Android-Betriebssystem für Smartwatches passend zur IFA aktualisiert. Es gibt neue Wischgesten, mit denen Nutzer einen schnellen Zugriff auf Informationen und Benachrichtigungen erhalten oder Funktionen wie Google Pay aufrufen können. Wer den Google Assistant nutzt, erhält nun auch personalisierte Informationen, Hinweise oder Erinnerungen direkt auf seine Smartwatch. Außerdem schlägt der Assistant auf der Uhr nun auch Funktionen vor, die der Nutzer vielleicht noch nicht kennt - darunter die Möglichkeit, einen Timer zu starten.

Als Fashion-Smartwatch bezeichnet Sony seine neue FES Watch U, hinter der ein kreatives Konzept steckt: Der Nutzer kann jederzeit Design und Aussehen ändern. Dazu bestehen das Ziffernblatt sowie große Teile des Armbands aus sogenanntem E-Paper, das man auch von E-Books kennt. Der Vorteil: E-Paper-Displays brauchen keinen Strom - es sei denn, der Inhalt wird geändert. Gestalten kann man seine Uhr in der zugehörigen App für Android und iOS. Oder man greift auf mehr als 100 vorinstallierte Designs zurück. Einzige Einschränkung, die dem E-Paper geschuldet ist: Nur Schwarz und Weiß und Grauschattierungen dazwischen sind vorhanden. Die FES Watch U soll im September in Silber und mit Mineralglas für 600 Euro sowie in Schwarz mit Saphirglas und Titan-Ionen-Beschichtung für 800 Euro zu haben sein.

Eine Smartwatch für Menschen, die keine Smartwatch wollen

Ein weiteres ungewöhnliches Konzept von Sony läuft unter dem Namen Wena. Die Idee: Eine Smartwatch für alle, die eigentlich gar keine Smartwatch wollen. Die gesamte Technik ist im Armband versteckt, das sich mit einer bereits vorhandenen klassischen Uhr verbinden lässt. Alternativ gibt es analoge Wena-Uhren von der kleinen Eckigen bis zum großen Chronographen, die mit dem Armband verbunden werden können.

Um zum Beispiel Benachrichtigungen sehen zu können, muss der Träger sein Handgelenk immer nur kurz um 180 Grad drehen: Anzeigen und LEDs versteckt Sony da, wo bei einem normalen Armband sonst die Schließe ist. Das smarte Wena-Armband gibt es in einer Version mit Funktionen für Sportler aus einem gummiartigem Material oder in vielen Leder- oder Metallvariationen - bislang zwar nur in Japan und Hongkong, laut Sony könnte das Wena-Konzept aber bald auch auf den deutschen Markt kommen. Der Preis für ein Armband liegt bei ungefähr 350 Euro. Wer auch noch eine Wena-Uhr dazu kaufen möchte, landet bei um 600 Euro.

Zwei übereinander gelegte Displays

Die Ticwatch Pro von Mobvoi ist dagegen eine weitere Smartwatch, die mit Googles Wear OS läuft. Die recht wuchtige Uhr im Chronographen-Stil mit Edelstahlgehäuse ist sicher nichts für zierliche Handgelenke, weist aber auch einen großen Funktionsumfang auf und ist wasser- und staubdicht ausgelegt (IP68-Schutzklasse).

Apps aus dem Google Play Store lassen sich direkt auf der Uhr auswählen und installieren, auch kontaktlose NFC-Zahlungen via Google Pay sind möglich. Als Besonderheit sind zwei Displays übereinander angeordnet: Bei der aktiven Nutzung kommt ein hochauflösendes und farbstarkes AMOLED-Display zum Einsatz - für die permanente Uhrzeit oder Statusanzeigen gibt es dagegen ein stromsparendes, monochromes LCD-Display. Diese Kombination soll längere Batterielaufzeiten ermöglichen. Kostenpunkt: 250 Euro. Weniger wuchtig und mit 200 Euro auch etwas günstiger ist Mobvois Sportmodell Ticwatch S.

Eine Smartwatch für Outdoor-Fans

An Outdoor-Fans richtet sich Casio mit dem Modell WSD-F30, einer Mischung aus Smartwatch und Sportuhr, die bis 5 Bar (50 Meter Tauchtiefe) wasserdicht sein soll, ebenfalls mit Wear OS läuft und Ende Januar 2019 auf den Markt kommen soll - zu einem noch nicht genannten Preis. Auch Casio setzt beim 1,2-Zoll-Display auf zwei Ebenen mit OLED- und LCD-Display, um Strom zu sparen. Zentral ist die GPS- und Kartenfunktion, für deren Aufruf die Uhr einen eigenen physischen Map-Knopf hat. Spezial-Modi gibt es fürs Trekking, Angeln, Radfahren, Paddeln und Aktivitäten im Schnee. Auch ein Barometer, einen digitalen Kompass und Höhenmesser haben Nutzer zur Verfügung.

Von Garmin ist auf der IFA eine neue Smartwatch im länglichen und schlanken Fitnesstracker-Format für Wellness-Bewusste zu sehen. Die Vivosmart 4 zeigt dem Träger einen Gesamtwert für seine körperliche Verfassung an und gibt auf dessen Basis konkrete Tipps für Bewegung im Alltag oder das Training. Nach Angaben des Herstellers ist auch eine Schlafanalyse-Funktion vorhanden. Die Vivosmart 4 wird noch im Laufe des September erhältlich sein und kostet 140 Euro.

Von dpa/RND

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