Online: 08.09.2018

Aktivisten wollen Rodung durch RWE stoppen

Offenbar Tunnelsysteme im Hambacher Forst entdeckt - Polizei dementiert

Die Polizei hat laut einem Medienbericht mehrere Tunnelsysteme im Hambacher Forst entdeckt. Dort waren zuletzt zahlreiche Aktivistin im Einsatz, um die Rodung des Waldes durch den Konzern RWE zu stoppen. Die Polizei hat den Bericht nun zurückgewiesen.

Die Polizei soll im Hambacher Forst auf ausgeklügelte Tunnelsysteme gestoßen sein, wie die Rheinische Post am Samstag berichtete. Diese sollen von den Aktivisten angelegt worden sein.

Dem Bericht zufolge liegen die Tunnel zum Teil in vier Metern Tiefe und sind über gut ausgebaute Einstiegslöcher zu erreichen. “Sie dienen den Aktivisten als Rückzugsort, als Schlafstätte, Versteck und vermutlich auch Schmuggelroute, um Waffen und Krawallmacher in den Forst zu bringen”, sagte ein leitender Polizist. Wie viele solcher Tunnelanlagen es gibt, weiß die Polizei nicht.

Die Sicherheitsbehörden vermuten aber eine höhere Zahl, da die Besetzer sechs Jahre Zeit gehabt hätten, diese anzulegen. “Die Tunnel erinnern an die unterirdischen Anlagen während des Vietnamkrieges”, so der Polizist. “Dadurch können wir wie aus dem Nichts angegriffen werden.”

Zudem habe die Polizei im Forst auch Erdlöcher und Waffendepots gefunden, in denen Zwillen und Molotow-Cocktails gelagert wurden. So wurde laut Polizeibericht zum Beispiel am 28. August ein 60 mal 60 Zentimeter großes Erdloch an einer Wiese entdeckt, das in einen Tunnel Richtung Wald mündete. Am selben Tag wurden ganze Tunnelsysteme und Zugänge mit Beton verfüllt, nachdem man sich vergewissert hatte, dass sich keine Personen mehr darin aufhielten.

Mittlerweile gab es allerdings ein erstes Dementi der Polizei bei Twitter. Der Polizei Aachen lägen keinerlei solche Erkenntnisse vor.

Von RND

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