Online: 08.09.2018

9. Oktober

Schwesig will Tag des Mauerfalls mit Volksfesten feiern

Der Tag, an dem die Mauer fiel, ist für viele Menschen ein besonderer. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig möchte ihn daher zukünftig in der Grenzregion feiern. Auch, um ein Zeichen gegen die schlechte Stimmung zu setzen.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin und Manuela Schwesig will in Zukunft den Tag des Mauerfalls, 9. November, mit Feierlichkeiten im ehemaligen Grenzgebiet würdigen. “Wir sollten einmal im Jahr den neunten November als Volksfest der Einheit an der ehemaligen Grenze feiern. Gerade jetzt ist es so wichtig zu betonen, was wir in den Jahren nach dem Mauerfall alles erreicht haben”, sagte Schwesig dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Damit will Schwesig auch ein Zeichen gegen die schlechte Stimmung im Land setzen, die sich durch die Vorkommnisse in Chemnitz verschärft hat. ”Der neunte November ist ein besonderer Tag in der deutschen Geschichte, ein Tag der Freiheit. Er verdient es, gewürdigt und gefeiert zu werden.”

Starten mit den Festen an ehemaligen Grenzübergangsstellen möchte Schwesig im kommenden Jahr, wenn sich der Tag des Mauerfalls zum 30. Mal jährt. Bereits in diesem Jahr plant Schwesig eine Veranstaltung mit ihrem schleswig-holsteinischen Amtskollegen Daniel Günther (CDU) eine kleinere Veranstaltung im Grenzort Herrnburg (Nordwestmecklenburg). Unter anderem gibt es ein Forum mit Schülerinnen und Schülern aus Lübeck und Lüdersdorf.

Damit wolle Schwesig nicht den Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) als gesetzlichen Feiertag schwächen oder gar ablösen; aber: Am 3. Oktober gebe es bundesweit nur eine zentrale Feier, abwechselnd jedes Jahr in einem anderen Bundesland, sagt Schwesig. Mit ihrem Vorstoß hofft sie auf Nachahmer in anderen den Bundesländern. Einen gesetzlichen Feiertag wolle sie aus dem 9. November, an dem sich auch die Reichsprogromnacht (9. November 1938) jährt, nicht machen.

Von RND/Andreas Niesmann/ Gordon Repinski

^ Seitenanfang