Online: 08.09.2018

Bundesarbeitsministerium

Gutverdiener müssen 2019 höhere Sozialabgaben zahlen

Gut verdienende Arbeitnehmer müssen im kommenden Jahr mit höheren Sozialabgaben rechnen. Die Beitragsbemessungsgrenzen sollen laut einem Entwurf des Arbeitsministeriums im Januar 2019 angehoben werden.

Gutverdiener in Deutschland müssen sich im kommenden Jahr auf Mehrbelastungen bei den Sozialabgaben einstellen. Das geht aus dem Entwurf der “Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2019” des Bundesarbeitsministeriums hervor, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Demnach sollen die Beitragsbemessungsgrenzen für die Sozialversicherungen angehoben werden.

Die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung sollen auf monatlich 6700 Euro (West) beziehungsweise 6150 Euro (Ost) steigen. Bisher lagen sie bei 6500 Euro in den alten sowie 5800 Euro in den neuen Bundesländern. Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung steigt zu Jahresbeginn auf bundeseinheitlich 4537,50 Euro. Bisher lag sie bei 4425 Euro.

Für gut verdienende Arbeitnehmer bleibt damit netto weniger übrig, weil sie auf einen größeren Teil ihres Einkommens Sozialbeiträge zahlen müssen.

Die Versicherungspflichtgrenze soll im kommenden Jahr auf 60.750 Euro Jahreseinkommen steigen. In diesem Jahr liegt sie noch bei 59.400 Euro. Wer mit seinem Einkommen über dieser Grenze liegt, kann sich bei einer privaten Krankenversicherung versichern.

Die Rechengrößen werden alljährlich an die Lohnentwicklung des zurückliegenden Jahres angepasst - nach einer feststehenden Formel. Für 2017 berücksichtigt das Bundesarbeitsministerium ein Lohnplus von 2,46 Prozent in Westdeutschland, für die neuen Länder einen Zuwachs von 2,83 Prozent.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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