Online: 28.08.2018

Neuer Trend?

Start-up produziert Boxershorts mit Taschen

Drei niederländische Studenten haben eine Boxershorts mit Taschen entworfen. Die sogenannten Pockies wurden schon 120 000 mal verkauft. Eine gute Idee? Oder ein weiteres Produkt aus der Reihe: Was die Welt nicht braucht?

Das ließ manchen Mann aufhorchen: Träger von Boxershorts, so hatten jüngst amerikanische Wissenschaftler herausgefunden, verfügten im Gegensatz zu ihren Geschlechtsgenossen mit eng anliegenden Unterhosen über besonders viele und besonders schnell und gut schwimmende Spermien. Winzige Fortpflanzungs-Phelpse sozusagen. Doch diese Entdeckung der forschen Forscher gerät nun in Gefahr. Und auch darüber sollte die Welt aufgeklärt werden.

Die Bedrohung trägt den Namen Pockies. Was so klingt, als ob PR-Strategen der Welt eine Infektionskrankheit schmackhaft machen wollten (“Pockies - probieren Sie die Sorten Weiße Pockies, Schwarze Pockies und Windpockies”), hat damit glücklicherweise überhaupt nichts zu tun. Pockies sind tatsächlich nichts anderes als Boxershorts mit Hosentaschen.

Idee stammt aus den Niederlanden

Wer braucht schon Unterwäsche mit Taschen? Nun, drei niederländische Studenten ärgerten sich, dass sie zu Hause, wo sie offenbar zumeist in Unterwäsche gekleidet waren, ihre Handys immer in der Hand mit sich herumschleppen mussten. So war die Idee mit den betaschten Boxershorts geboren. Mehr als 120 000 Exemplare davon habe man mittlerweile absetzen können, berichten die jungen Unterwäscheunternehmer stolz.

Doch was passiert nun, wenn diese Pockies unter den Boxer­shortliebhabern um sich greifen? Daran scheint mal wieder niemand gedacht zu haben. Dann interessieren sich diese Zeugungszampanos nur noch für ihre Handys, die sie ja dann wirklich überall mit dabei haben können. Und ihre ach so schnellen Spermien langweilen sich.

Und noch etwas: Wenn Unterhosen Boxershorts heißen, wie nennen die Klitschkos und Joshuas dann ihren Sportdress?

Von Helmuth Klausing/RND

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