Online: 01.09.2018

Änderungen

Ikea-Rückgabe, Kfz-Steuer und Geldabheben - das ändert sich im September

Mit dem neuen Monat treten in Deutschland wieder einige Neuerungen in Kraft. Das Möbelhaus Ikea verschärft sein Rückgaberecht und Halogenlampen dürfen nicht mehr verkauft werden. Auch beim Geldabheben und der Kfz-Steuer stehen Änderungen an.

Auch im September gibt es für deutsche Verbraucher wieder einige wichtige Neuerungen. Die wichtigsten im Überblick:

Halogenlampen

Die Glühbirne ist bereits aus den Läden verschwunden. Nun trifft es auch die Halogenlampe. Ab 1. September 2018 dürfen lediglich Restbestände in den 28 EU-Staaten verkauft werden, denn die Halogenlampen sind echte Energiefresser. Diese Neuerung ist die letzte Stufe der EU-Lampenverordnung. Vor allem betroffen sind Leuchten in Birnen- und Kerzenform mit der Energieklasse D. Ausnahmen gibt es teilweise für Schreibtischlampen, flache Spotlampen und Flutlichter. Es sollen in Zukunft hauptsächlich Energiesparlampen und LEDs mit einer Energieeffizienzklasse von B und besser in den Regalen zu finden sein.

Ikea verschärft Rückgaberecht

Ab dem 1. September können bei Ikea Waren nur noch eingeschränkt zurückgegeben werden. Gekaufte Produkte können dann nur noch in neuem, unbenutzten Zustand und innerhalb eines Jahres umgetauscht werden. Bisher war der Zustand egal, was aber laut dem schwedischen Unternehmen zu Missbrauch geführt hat. Durch diese Einschränkung soll sichergestellt werden, dass der Ressourceneinsatz, der für ein Produkt notwendig ist, eine höhere Wertschätzung erhält, so Ikea. In fünf deutschen Pilot-Filialen (Hannover-Expo, Würzburg, Berlin-Lichtenberg, Siegen und Kaarst) sollen die Kunden ab September dann unter dem Motto “Zweite Chance” die Möglichkeit haben, die zurückgegebenen Möbel in der Fundgrube zu erwerben.

Steigende Kfz-Steuern und neue Schadstoffklasse

Ein neues Bewertungssystem und strengere Abgastests verteuern ab September für viele Autobesitzer die Kfz-Steuer. Der neue WLTP-Zyklus (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) soll realitätsnähere Werte liefern als das bisher eingesetzte und seit 1992 gültige NEFZ-Verfahren (Neuer Europäische Fahrzyklus). Statt bei 20-minütigen Tests mit geringer Geschwindigkeit werden die Werte nun eine halbe Stunde lang bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten getestet. Ermittelt werden Schadstoff- und CO2-Emissionen sowie Kraftstoff- und Stromverbrauch. Laut ADAC könnte die Kfz-Steuer für einzelne Modelle bis zu 70 Prozent steigen, Experten schätzen die durchschnittliche Steigerung auf rund 20 Prozent. Eine Nachprüfung für bereits zugelassene Fahrzeuge soll es nicht geben.

Das neue Messverfahren wirkt sich auch auf die Euro-Norm der Schadstoffklasse aus. Die geltenden Grenzwerte ändern sich zwar nicht, jedoch wird durch das neue WLTP-Verfahren neu gemessen. Diese Grenzwerte gelten ab sofort aber nicht nur für Dieselfahrzeuge, sondern auch für Benziner. Künftig müssen alle Neufahrzeuge die Schadstoffklasse 6c (oder 6d-TEMP) erfüllen. Diese Euro-Norm werden viele Benziner nicht ohne den Einbau eines Partikelfilters erreichen.

Geldabheben bei der Sparkasse

Bei immer mehr Geldautomaten wird das Prozedere beim Geldabheben geändert. Die Anpassungen, die es zum Beispiel schon für Kunden der Deutschen Bank, Postbank und Commerzbank gab, kommen jetzt auch auf Sparkassen-Kunden zu. Die Reihenfolge beim Abheben ändert sich. Bisher wurde erst der Pin eingegeben und dann der gewünschte Geldbetrag. Dieses soll getauscht werden, um einer möglichen Masche von Dieben zuvorzukommen. Wenn das Konto durch den Pin erst freigeschaltet ist, könnten Diebe einen beinahe beliebigen Betrag abhaben. Volks- und Raiffeisenbanken wollen übrigens an der gewohnten Reihenfolge festhalten. Die Umstellung soll bis Mitte September abgeschlossen sein.

Effizienz und Abgase bei Heizungen

Besitzer von öl- und gasbetriebenen Heizungen müssen sich auf neue Stickoxid-Höchstwerte einstellen. Einen einheitlichen Grenzwert gibt es jedoch nicht, er unterscheidet sich je nach Bauart und Leistung. Die erlaubten Höchstwerte reichen von 56 mg/kWh bei Gas-Kesseln bis zu einem Wert von 420 mg/kWh bei Öl-Wärmepumpen mit Verbrennungsmotor. Diese Änderung tritt zum 26. September 2018 in Kraft. Für Geräte, die feste Brennstoffe wie Holz verwenden, gelten aktuell keine derartigen Einschränkungen.

Von RND/vca/dpa

^ Seitenanfang