Online: 31.08.2018

BDI-Präsident

Chemnitz: Kempf fürchtet wirtschaftliche Folgen

Die Ausschreitungen in Chemnitz könnten laut Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, auch der Wirtschaft erheblich Schaden. Deshalb fordert er Wirtschaftsvertreter dazu auf, Farbe zu bekennen.

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Dieter Kempf, fürchtet negative Folge der rechten Ausschreitungen in Chemnitz für die deutsche Wirtschaft und deren Ruf in der Welt. “Die jüngsten Nachrichten und Bilder aus Chemnitz sind unerträglich. Sie verzerren das Bild Deutschlands, sie schaden dem hohen Ansehen unseres Landes in der Welt”, sagte Kempf dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). “Sachsen ist ein moderner Industriestandort, der dringend Fachkräfte und Talente sowohl aus Deutschland wie aus dem Ausland benötigt. Die Vorgänge in Chemnitz sind keine Werbung dafür.”

Der Industriepräsident sagte, der Freistaat Sachsen müsse alles dafür tun, dass sich die Ereignisse nicht wiederholten. Kempf rief Wirtschaftsvertreter dazu auf, Farbe zu bekennen: “Auch Unternehmerinnen und Unternehmer müssen klar machen, dass für Hetze und Fremdenfeindlichkeit kein Platz ist in einem modernen Land.”

Von Andreas Niesmann/RND

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