Online: 04.09.2018

Bauklötze-Gigant

Lego verkauft wieder mehr - verdient aber weniger

Trotz höherer Verkaufszahlen kann der Spielzeughersteller Lego seinen Gewinn nicht steigern. Grund ist die Schwäche des US-Dollars. Im Gegensatz zu Europa sind die Miniatur-Bausteine in China stark gefragt.

Der dänische Spielzeughersteller Lego hat sich nach einer Talfahrt im vergangenen Jahr wieder stabilisiert. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, konnten die Verkaufszahlen im ersten Halbjahr 2018 um ein Prozent gesteigert werden. Aufgrund des schwachen US-Dollars brachte das unter dem Strich kein Plus für die Firmenkasse. Der Umsatz lag mit 14,3 Milliarden dänischen Kronen (1,9 Mrd Euro) fünf Prozent unter dem des Vorjahreszeitraumes. Der operative Gewinn verringerte sich um vier Prozent auf 4,2 Milliarden Kronen (563 Mio Euro).

Dennoch ist Lego-Chef Niels Christiansen zuversichtlich: “Die Zwischenergebnisse zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind”, sagte er der Mitteilung zufolge. “Unsere Fortschritte sind vielversprechend, aber wir müssen am Ball bleiben, da es dauern wird, bis wir wieder ein nachhaltiges Wachstum verzeichnen.

Lego setzt auf chinesischen Markt

Besonders das Wachstum aus Aktivitäten in den digitalen und E-Commerce-Plattformen sei sehr ermutigend, so Christiansen. Das Spielen mit digitalen Medien steht zunehmend in Konkurrenz zu den traditionellen Klötzchen. Das hat Lego in den vergangenen Jahren vor allem in Europa zu spüren bekommen. In China sieht die Lage hingegen vielversprechender aus. Insbesondere das Wachstum im Onlinegeschäft sei ermutigend.

Erfolgreich seien vor allem die Produktreihen Technic, Ninjago, Creator und Classic. Gut angenommen werde auch Lego Boost, eine Kombination aus Bauen, Programmieren und Robotik für jüngere Kinder.

Von RND/dpa

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