Online: 24.08.2018

Brasilien

Drohne filmt isolierte Ureinwohner im Amazonas

Kein Kontakt zur Außenwelt: Eine brasilianische Behörde hat Aufnahmen von Ureinwohner veröffentlicht, die völlig abgeschottet im Regenwald leben. Drohnen-Bilder geben einen kleinen Einblick in ihr Leben.

Es ist nicht leicht, zu den isolierten Stämmen des Amazonas vorzudringen: Mehr als 180 Kilometer legte das Team der Nationalen Stiftung der Indigenen (Funai) mit Booten, Lastwagen und Motorrädern zurück. Anschließend ging es 120 Kilometer zu Fuß durch den Regenwald. Nun hat die Regierungsbehörde faszinierende Bilder dieser Expedition veröffentlicht.

Eine Drohnenaufnahme zeigt beispielsweise von der Außenwelt abgeschottete Ureinwohner und ihre Behausungen. Die Aufnahmen stammen aus dem vergangenen Jahr, wurden aber jetzt erst veröffentlicht. Kontakt hat Funai mit den Menschen nicht aufgenommen.

Die Forscher fotografierten auf ihrer Expedition auch Hütten und Werkzeug.

Eine mit Stroh bedeckte Hütte

Eine mit Stroh bedeckte Hütte.

Eine abgenutzte Axt, mit Pflanzenfasern gebunden

Eine abgenutzte Axt, mit Pflanzenfasern gebunden.

Erst vor Kurzem hatte Funai Aufnahmen des wohl einsamsten Mannes der Welt veröffentlicht. Darauf ist zu sehen, wie er mit kräftigen Schlägen seine Axt in den Baumstamm treibt. Konzentriert geht er seiner Arbeit nach - ganz allein im tiefen Regenwald. Er ist wahrscheinlich der letzte Überlebende seines Volkes im brasilianischen Amazonas-Gebiet.

Angehörige von isoliert lebenden Völkern geraten immer wieder in Gefahr, wenn sie in Kontakt mit anderen Menschen kommen. Häufig fangen sie sich Krankheiten ein, gegen die sie keine Abwehrkräfte besitzen. Schon ganze Stämme sind von der Grippe und den Masern dahingerafft worden. Menschenrechtler und Aktivisten dringen deshalb vor allem darauf, den Schutz der isolierten Ureinwohner zu verbessern.

Von asu/dpa/RND

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