Online: 23.05.2018 - ePaper: 24.05.2018

Neue Drohungen nach Vorfall am Haus eines Polizisten in Hitzacker

ZoomDie Festgenommenen wurden einzeln zur erkennungsdienstlichen Behandlung abgeführt - was mehrere Stunden dauerte

Hitzacker. Nach dem Vorfall vor dem Haus eines Polizisten in Hitzacker (EJZ berichtete) sind im Internet neue Drohungen gegen den betroffenen Polizisten aufgetaucht: "No G20 Hamburg" etwa schreibt auf Twitter, dass dies nicht der letzte Besuch beim "Staatsschutzbullen" gewesen sei und das nächste Mal "nicht nur Sänger/innen" dabei sein würden. Auf Indymedia hat ein Nutzer unter dem Namen "Proletarier" geschrieben, dass man "das nächste Mal die Bude ruhig abfackeln" solle. Polizeisprecher Kai Richter betont, dass die Polizei diese Äußerungen im Blick habe, aber nicht dramatisieren wolle. "Wir sind sensibel und haben das Haus des betroffenen Beamten ständig unter Beobachtung." Die Ermittlungen in dem Fall hat die Polizei übrigens nach Harburg ausgelagert. Richter betont, dass man sich damit nicht angreifbar machen wolle. Dort sei nun eigens eine Ermittlungsgruppe für die Protestaktion und deren Folgen am späten Freitagabend in Hitzacker eingerichtet worden. Laut Polizei sollen dort rund 60 Menschen aus dem linkspolitischen Spektrum vor dem Haus eines Staatsschutzbeamten aufgewandert sein. Danach sollen sie YPG-Fahnen am Carport angebracht haben und die Familie des Polizisten, der zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause war, eingeschüchtert haben. Mitwirkende des Gasthofes Meuchefitz, die sich mittlerweile selbst öffentlich mit der Aktion in Verbindung bringen, sprechen von einer lustig gemeinten Spontanaktion. tl

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