Online: 18.03.2018 - ePaper: 19.03.2018

Ein Rendezvous mit Olympiasiegern

Elbe-Jeetzel-Zeitung, Sparkasse und Kreissportbund feiern die Sportlerinnen und Sportler des Jahres in Hitzacker

ZoomDie Bezirksliga-Fußballer des SC Lüchow feierten ihren ersten Platz bei der Wahl zur „Mannschaft des Jahres“ ausgelassen und überglücklich.

 

rg Hitzacker. Sport - das ist Emotion pur. Das ist Leidenschaft, Zusammenhalt, und das ist ganz viel Spaß. "Sportliche Menschen sind nicht verrückt, sie leben nur artgerecht", zitierte Thorsten Pils, Vorstandsmitglied der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg bei seiner Begrüßung zur Sportlerwahl-Gala, bei der die Elbe-Jeetzel-Zeitung, der Kreissportbund und die Sparkasse Lüchow-Dannenbergs Sportlerinnen und Sportler des abgelaufenen Jahres ehrten und auszeichneten. "Eine Feier des Sports" nannte Pils die Gala, die am Freitag bereits zum zweiten Mal in Folge im Verdo im schönen Hitzacker stattfand. Eine Gala, die "die sportliche Vielfalt in Lüchow-Dannenberg" auf eindrucksvolle Weise zeige, und die "der Lohn für Trainingsfleiß, Leistung und Engagement" sei, stellte der Sparkassenvorstand heraus.

Zum 27. Mal hatten die EJZ, die Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg und der Kreissportbund zur Auszeichnung der Sportlerinnen und Sportler sowie der Sportmannschaften des Jahres eingeladen. Und die standen dann auch im Mittelpunkt des von den EJZ-Sportredakteuren Jörg Wohlfeil und Christian Ehlert moderierten Geschehens - trotz der Anwesenheit von gleich zwei Sport-Promis: Lüchow-Dannenbergs Fußball-Export Nummer 1, die Bundesliga-, National- und Welttorhüterin Almuth Schult aus Lomitz, die seit 2013 bei der Damenfußballmannschaft des VfL Wolfsburg zwischen den Pfosten steht und mit ihrem Team und der Nationalmannschaft U 17-Weltmeisterin, Europameisterin, Olympiasiegerin, Championsleague-Siegerin, Deutscher Meister und Pokalsiegerin wurde. Und Jürgen Schult, 1960 geboren im Amt Neuhaus, der 1988 im Diskuswerfen Gold gewann, nachdem er 1986 den bis heute unübertroffenen Weltrekord im Diskuswerfen mit einer Weite von 74,08 Metern aufstellte.

Almuth Schult kam bei der Sportlerwahl-Gala nicht nur die Rolle des Gastes zu, sondern die Welttorhüterin des Jahres 2014 hielt auch die Laudatio für einen der Sieger des Abends: den Gewinner der Kategorie "Sportler des Jahres", den Läufer, Fußballer und Tennisspieler Marcus Henze. Mit dem heute 43 Jahre alten Marcus Henze verbinde sie die Tatsache, dass sie beide Fußballschiedsrichter waren, erinnerte Schult, und damals habe sie zu Henze aufgeblickt, denn schließlich pfiff er damals in der Oberliga. Allerdings habe sie sich dann "dazu entschieden, lieber aktiv Fußball zu spielen", scherzte Schulz, um danach darauf hinzuweisen, dass Marcus Henze auch "alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt - im Seniorenfußball: "Ich wünsche mir, dass ich in dem Alter auch noch so viel Spaß am Fußball habe und so eine Leistung zeigen kann", stellte die Bundesligatorhüterin heraus: "Marcus Henze läuft seine Gegenspieler in Grund und Boden, nicht nur beim Fußball, sondern auch beim Tennis - deswegen spielt auch wirklich niemand gern gegen ihn. Das ist wirklich beeindruckend, und ich wünsche Dir, dass Du noch lange so viel Spaß am Sport hast."

Marcus Henze nahm an diesem Abend nicht nur einen Pokal entgegen. Bei der Wahl der "Mannschaft des Jahres" kam sein Team, die Altliga-Fußballmannschaft der Spielgemeinschaft Lemgow/Woltersdorf/Wustrow, auf den zweiten Platz. Der Sieg in dieser Kategorie ging an die Bezirksliga-Fußballmannschaft des SC Lüchow, die diesen Triumph stilsicher und vor allem einheitlich mit weißem Hemd und Vereinskrawatte gekleidet euphorisch feierten - erst ausgelassen und laut auf der Bühne des Verdo, nach der Gala im Foyer des Veranstaltungshauses, und anschließend mit einer Tour durch das Lüchow-Dannenberger Nachtleben. Den dritten Platz belegte die Bezirksliga-Fußballherrenmannschaft des VfL Breese/Langendorf.

Noch ein weiterer Titel ging am Freitagabend an den SC Lüchow: Die SCL-F-Junioren-Fußballer gingen als Sieger in der Kategorie "Nachwuchsmannschaft des Jahres" aus der Sportlerwahl hervor. Die Mannschaft von Trainer Peter Tatje hatte im vergangenen Jahr alle drei Titel, die es auf Kreisebene zu holen gab, gewonnen und ließ sich bei der Sportlerwahl-Gala feiern - was vor allem die SCL-Bezirksliga-Kicker übernahmen, die ihren Nachwuchs frenetisch bejubelten. Der zweite Platz in dieser Kategorie ging an die B-Jugend-Handballerinnen vom MTV Dannenberg, die in Abendgarderobe erschienen waren und dem Sportlerwahl-Event nicht nur einen sportlichen, sondern auch einen modischen Glanzpunkt verliehen. Den dritten Platz bei der Wahl der Nachwuchsmannschaft des Jahres ging an die E-Junioren-Fußballer der SG Lemgow/Woltersdorf.

Auch in der Nachwuchsmannschaften-Kategorie fand sich an diesem Abend ein Mehrfach-Ausgezeichneter: Bevor er mit seiner SCL-Fußballmannschaft jubeln konnte, hatte Lorenz Schulz schon die Auszeichnung als Dritter der Wahl zum "Nachwuchssportler des Jahres" entgegengenommen - als Tennisspieler. Ein Multitalent. Der zweite Platz ging an den MTV Dannenberg-Schwimmer Linus Paul Selch - und die Auszeichnung als "Nachwuchssportlerin des Jahres" nahm zum dritten Mal in Folge die einstmals für die SV Gartow und jetzt für den SCC Berlin startende Hammerwerferin Neele Koopmann entgegen. Ihre Laudatio hielt Jürgen Schult, der nach seinen Erfolgen bei Olympia und Titeln als Welt- und Europameister heute Leitender Bundestrainer der Werfer und Stoßer in Berlin ist - und auch Neele Koopmann, die in Berlin ein Sportinternat besucht, coacht. Er sagte seinem Schützling eine große Zukunft voraus, und das nicht nur, weil sie es schon einmal als Weltjahresbeste in die Sport-Annalen geschafft hatte, sondern weil sie "einfach die besten Voraussetzungen mitbringt, um eine ganz Große zu werden", einen unglaublichen Trainingsfleiß an den Tag lege und außerdem "ein ganz toller Mensch" sei. Und da er wisse, dass ihr ganz großes Ziel die Teilnahme an den Olympischen Spielen sei, schenkte er ihr ein Maskottchen der Spiele von London - als Glücksbringer und Ansporn.

Und so wird man Neele Koopmann sicherlich nicht zum letzten Mal auf der Bühne bei einer Lüchow-Dannenberger Sportlerwahl-Gala gesehen haben - auch wenn es für die 17-Jährige ihr letzter Sieg in der Kategorie als Nachwuchssportlerin gewesen sein wird. Sollte sie einen weiteren Titel gewinnen, dann als "Sportlerin des Jahres". Der ging in diesem Jahr an die Handballerin Wiebke Busse, die für die SG Südkreis spielt. Und dort sei sie eine unverzichtbare Stütze der Mannschaft, die ihr hervorragendes Können und ihr Engagement immer in den Dienst des Teams stelle und Führungsaufgaben übernehme, stellte ihr Trainer Roger Richter in seiner Laudatio heraus. Den zweiten Platz bei der Wahl zu Lüchow-Dannenbergs "Sportlerin des Jahres" ging an die Leichtathletin Nicole Brünicke, die den Preis allerdings nicht selbst entgegennahm, sondern ihre Tochter Julia als Vertretung geschickt hatte. Den dritten Platz belegte die Fußballerin Chanel Bluhm aus Schnackenburg, die für die SV Lemgow/Dangenstorf spielt.

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